Startseite   »   Zimmerpflanzen   »   Pfennigbaum (Crassula ovata)

Pfennigbaum (Crassula ovata)

Wie oft hört man, das Geld sollte auf Bäumen wachsen! Leider gibt es keinen Baum, der Geld als Früchte trägt, aber es gibt einen Baum, der zumindest vom Namen her, nah dran kommt – Der Pfennigbaum. Der Pfennigbaum ist auch unter dem Namen Geldsegen oder Geldbaum bekannt.

 
Pfennigbaum

Der Baum stammt aus der Familie der Sukkulenten und ist ein Dickblattgewächs. Die einzelnen Blätter erinnern sehr stark an Geldstücke, auch wenn diese nicht als Zahlungsmittel anerkannt sind. Der Pfennigbaum ist eine wunderschöne Zimmerpflanze, die mit der richtigen Pflege sehr alt werden kann. Ab dem 10. Lebensjahr beginnt der Baum Blüten in Weiß und Rosa zu tragen. Der folgende Ratgeber bündelt alle Informationen über den Pfennigbaum, von der Herkunft bis zu möglichen Krankheiten.

Pfennigbaum Herkunft und Geschichte

Der Pfennigbaum ist ursprünglich in Südafrika beheimatet. Dort steht er im Freiland und kann bis zu 2m hoch werden. Die Einheimischen nutzen den Pfennigbaum nicht nur als Freilandpflanze, sondern ernähren sich von den Wurzeln. Hierzulande ist der Pfennigbaum eine kultivierte Zimmerpflanze, die zwischen 50cm und 1,30m hoch wachsen kann.

Crassula ovata – Der Geldbaum

Der Pfennigbaum ist unter den Gärtnern und Fachleuten unter dem Namen Crassula ovata bekannt. Übersetzt bedeutet das ganz einfach Geldbaum. Der Geldbaum ist nicht nur dekorativ, sondern auch sehr genügsam.

Er ist nicht nur für Anfänger im Bereich der Pflanzen geeignet, auch Hobbygärtner nutzen den Geldbaum. Der ideale Standort für den Geldbaum ist ein schön, heller Platz. Dort sollte es ausreichend warm sein. Eine direkte Sonneneinstrahlung ist nicht zu empfehlen, obwohl er eigentlich im sonnigen Afrika Zuhause ist. Idealerweise bietet sich ein Vorhang zum Schutz an.

Optik

Heute gibt es im Handel zahlreiche Crassula-Sorten. Sie besitzen einen dicken Stamm und sind gut verzweigt. Die Blätter sorgen für den optischen Unterschied. Sie unterscheiden sich in Hinsicht auf die Formen und die Farben. Die Blüten des Pfennigbaums können entweder rosarot und weiß ausfallen. Die Pflege des immergrünen Strauchs ist relativ simpel, denn der Zierstrauch speichert jede Menge Wasser. So kann er eine ganze Weile ohne Wasser auskommen.

 

Positive Eigenschaften des Pfennigbaums

Neben der beeindruckenden Optik punktet der Pfennigbaum auch mit anderen positiven Eigenschaften. Er ist luftreinigend. Er entfernt nicht nur Elektrosmog, sondern auch andere Luftverschmutzungen. Zudem reguliert er die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Ist der Pfennigbaum giftig?

Der Pfennigbaum ist nicht giftig und kann sogar unter Vorbehalt gegessen werden. Die Wurzeln und die Blätter können dafür verwendet werden. Die Wurzeln werden als Gemüse angesehen und die Blätter können in Milch ausgekocht werden.

Crassula ovata Blütezeit

Die Blüten beim Pfennigbaum bilden sich erst nach 10 Jahren. Die Blütezeit ist allerdings stark vom Standort abhängig. In der Regel blühen die Blüten vom späten Herbst (Ende September) bis in den frühen Sommer (Ende Juni / Anfang Juli).

Der Pfennigbaum verblüht eigentlich nicht, denn der immergrüne Strauch besitzt durchgehend seine grünen. Fleischigen Blätter. Die Blüten allerdings fallen spätestens Mitte Juli ab. Sie vertragen die heißen Temperaturen nicht.

Geldbaum Schneiden und Pflege

Pfennigbaum (Crassula ovata)Eigentlich muss der Pfennigbaum nicht geschnitten werden, aber es gibt Faktoren, die sprechen für sich. Sobald der Pfennigbaum ungleichmäßig wächst oder keinen kräftigen Stamm bildet, muss er geschnitten werden. Damit er eine schöne Wuchsform bekommt sind folgende Punkte zu beachten

  1. Der Schnitt wird nach der ersten Blüte notwendig.
  2. Die nach unten wachsenden Triebe müssen entfernt werden.
  3. Aufrecht stehende Triebe werden abgeschnitten.
  4. Dünne Triebe werden ebenfalls entfernt.
  5. Schneiden Sie direkt am Stamm.
  6. Es dürfen keine Resttriebe vorhanden bleiben.

Es gibt in Sachen Pflege noch ein paar Tipps, die Sie beachten sollten.

  • Gießen: Der Pfennigbaum speichert in den Trieben und den fleischigen Blättern reichlich Wasser. Im Grunde reicht es aus, wenn er zwischen März und August 1x in der Woche gegossen wird. Staunässe darf sich nicht bilden. Zwischen September und Februar wird das Gießverhalten noch weiter minimiert.
  • Düngen: In der Hauptwachszeit reicht 1x im Monate ein Volldünger aus.
  • Kronenbildung: Entsteht keine anschauliche Krone, dann können Äste und Triebe mit Drähten oder Schnüren gebunden werden. Sie werden an den Hauptstamm gebunden. Aber Vorsicht, der Stamm und die Triebe sollten nicht verletzt werden.

Winterhart

Eine Überwinterung ist für den Pfennigbaum unbedingt notwendig, damit er im Frühling oder im Sommer seine Blüten bilden kann. Dazu sollte Ende August das Gießverhalten minimiert werden. Auch das Düngen muss eingestellt werden. Sobald die Temperaturen unter die 10 Grad Marke fallen, muss der Pfennigbaum ins Haus.

Als Winterquartier bietet sich ein Ort an, an dem ausreichend Helligkeit vorhanden ist und die Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad liegen. Nach dem Winter, ab Ende Februar, können Sie beginnen,d das Gießverhalten zu erhöhen. Das Düngen beginnen Sie erst ab März.

Crassula ovata Krankheiten

  • Schmier- und Wollläuse: Gerade zur Winterzeit ist der Pfennigbaum extrem anfällig. Schmier- und Wollläuse nutzen diese Anfälligkeit aus und befallen den Strauch. Erkennen können Sie die Schädlinge durch die watteartigen Gespinste, die an den Blätter zu sehen sind. Zum Bekämpfen bietet sich ein Pflanzenschutzmittel an. Das verhindert das Absterben des Pfennigbaums.
  • Blattläuse: Wenn der Pfennigbaum den Sommer im Freiland verbringt, sind Blattläuse keine Seltenheit. Erkennen können Sie einen Befall durch das Blattwerk, das sich zu kräuseln beginnt. Anschließend wird Honigtau sichtbar. Der Honigtau ist extrem gefährlich und kann zu Pilzbefall führen. Die Blattläuse müssen unbedingt bekämpft werden. Zu Beginn des Befalls reicht es, die Blattläuse abzuspülen. Ist der Befall fortgeschrittener, dann muss ein Pflanzenschutzmittel her.
  • Mehltau: Der Mehltau ist an einem weißen Belag sehr gut zu erkennen. Die betroffenen Pflanzenteile sollten unbedingt entfernt werden. Das Entsorgen über den Kompost sollte vermieden werden. Ein Pflanzenschutzmittel kommt zudem zum Einsatz.
  • Pilzerkrankungen: Werden Blattläuse nicht entfernt, kann es zum Pilzbefall kommen. Das zeigt sich an den runden Flecken auf den sonst grünen Blättern. Die betroffenen Pflanzenteile müssen entfernt werden und die Pflanze mit Pflanzenschutzmittel behandelt werden.
  • Fäulnis: Der Pfennigbaum sollte nicht zu nass stehen. Ist das der Fall, dann kann Fäulnis auftreten. Die betroffenen Pflanzen ist meist nicht mehr zu helfen. Sie können versuchen, die Pflanzenteile zu entfernen. Frisches Substrat kann ebenfalls helfen. Wichtig ist, dass die Fäulnis an den Wurzeln beobachtet wird.
Jetzt Neu auf dem Smartphone: Das Gartenrevue Pflanzenbestimmungsbuch
Aktion10 € Rabatt - Nur für kurze Zeit!

OHNE BOTANISCHE KENNTNISSE jede Pflanze bestimmen

Jetzt informieren