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Pflanzenbestimmung: Beeren bestimmen und erkennen

In freier Wildbahn finden sich viele Beerenarten, doch bevor Sie sich auf wilde Beeren als nahrhaften Camping- oder Wandersnack verlassen, muss sichergestellt werden, ob diese essbar sind.

 
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Möchte man unterwegs Beeren pflücken, empfiehlt sich ein Handbuch zur Pflanzenbestimmung für Beeren und Früchte dabei zu haben.

Bekannteste Beeren in Deutschland: Liste mit Merkmalen

Beeren bestimmen und erkennen ist leichter als man denkt. Die Beeren Pflanzenbestimmung ist gerade hierzulande einfach und unproblematisch durchzuführen. Bekannteste Beeren in Deutschland sind nachstehend aufgelistet.

Pflanzenbestimmung: Erdbeeren

Erdbeeren sind reine Zuchtpflanzen und sind darüber hinaus ziemlich empfindlich. Sie enthalten Vitamin C, B6, Kalium, Magnesium und Folsäure. Außerdem gehören Erdbeeren – botanisch gesehen – zu der Familie der Nüsse.

Pflanzenbestimmung: Brombeeren

Diese Waldbeere gibt es in mehr als 1000 verschiedene Sorten und ist ebenfalls sehr empfindlich. Ihre Farben reichen von schwarz über dunkelrot bis gelblich weiß. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Brombeeren immer fest und nicht eng verpackt sind. Außerdem liefern schwarze Beeren Vitamin C, Kalium, Magnesium und Kupfer.

Pflanzenbestimmung: Himbeeren

Auch sie sind sehr empfindlich. Aus diesem Grund sollte der Boden des Behälters beim Kauf geprüft werden: ist er feucht, so sollte man die Finger von den Beeren lassen. Dazu sollte man die Finger von matten oder weichen Früchten lassen. Ebenfalls enthalten sind Vitamin A und C, Kalium sowie Magnesium.

 

Pflanzenbestimmung: Stachelbeeren

Vermutlich stammen diese nicht ganz so bekannten Beeren aus Europa. Je nach Sorte können sie gelblich, grünlich, weißlich oder rötlich gefärbt sein. In Verbindung dazu haben Stachelbeeren eine flaumige oder eine glatte Haut und schmecken leicht säuerlich. Beim Kauf ist auf eine gleichmäßige Farbe der Beeren zu achten. Auch sie enthalten Vitamin A und C, Kalium sowie aber auch Phosphor.

Pflanzenbestimmung: Cranberry / Preiselbeeren

Preiselbeeren wachsen in Europa sowie in Nordamerika und haben einen säuerlichen Geschmack. Schlechte Beeren erkennt man daran, dass sie weiß, weich, verschrumpelt oder beschädigt sind. Ebenso sind sie reich an Vitamin C und Kalium

Pflanzenbestimmung: Heidelbeeren / Blaubeeren

Heidel-/ beziehungsweise Blaubeeren wachsen hauptsächlich in Nadelwäldern. Hierbei lassen sich zwei Hauptarten voneinander unterscheiden: die Kulturheidelbeere und die heimische Waldheidelbeere. Die Früchte haben eine positive Wirkung auf das Immunsystem und sind reich an Vitamin C.

Pflanzenbestimmung: Johannisbeeren

Diese roten, sauer-aromatisch schmeckenden Beeren sind als Frischobst wegen dem hohen Säuregehalt nicht sehr beliebt. Doch es gibt immer wieder Personen, die dem sauren Aroma nicht widerstehen können. Auch sie sind reich an Vitamin C, Kalium, Magnesium und Eisen.

Pflanzenbestimmung: Wacholderbeeren

Beheimatet sind diese Beeren in Nadelwäldern und dazu wachsen sie an den Wacholdersträuchern.Wacholderbeeren sind bekannt für ihre Heilkräfte. Zunächst werden sie grün, färben sich dann aber dunkelblau oder violett. Der Geruch der Frucht ist sehr intensiv und sie schmecken leicht bitter. Beim Kauf sollten sie möglichst schwarz sein, schauen die Beeren etwas schrumpelig aus, ist dies kein Zeichen von schlechter Qualität.

Für eine detaillierte Beerenbestimmung eignet sich diese Seite: http://www.hollergarten.de/pflanzenbestimmung_beeren.html

Gesund oder giftig?

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Viele wilde Beeren sind sicher zu essen, aber manche können Krankheiten oder sogar den Tod verursachen. Doch woher weiß man nun, welche Beeren essbar sind? Die folgenden Ratschläge zur Pflanzenbestimmung sollen essbare Beeren bestimmen und erkennen helfen sowie eine grobe Vorgehensweise zur Ermittlung illustrieren.

Im Zweifelsfall keine Waldbeeren essen, um nicht krank zu werden. Selbst in einem Überlebensszenario ist es das Risiko nicht wert, Durchfall, Erbrechen und Übelkeit in Kauf zu nehmen, denn das bringt den Körper durch den Flüssigkeitsentzug wesentlich mehr in Gefahr.

Vermeiden Sie weiße, gelbe und grüne Beeren. In den meisten Fällen (einige Botaniker schätzen sogar 90%) weisen diese drei Farben auf giftige Beeren hin.

Rote Beeren sind ungefähr zu 50% sicher zu essen. Generell gilt: Befinden sich die Beeren in einer Gruppe sind sie normalerweise nicht genießbar. Solo Beeren sind meistens in Ordnung.

Im Allgemeinen sind blaue, schwarze und aggregierte Beeren (z. B. Himbeeren, Brombeeren usw.) sicher zu essen.

Vermeiden werden sollten hingegen Beeren an Pflanzen mit Stacheln, bitteren Gerüchen oder milchigem Saft. Prüfen Sie die Pflanze daher auf folgende Merkmale, da diese problematisch sein können:

  • Milchige oder ungerade gefärbte Safte
  • Beeren oder Nüsse in Schoten und Zwiebeln
  • Bitterer oder seifiger Geschmack
  • Dornen oder kleine spitze Haare
  • Rosa, lila oder schwarze Sporen
  • Dreiblättriges Wachstumsmuster, wie Giftefeu

Zerquetschen Sie die Beeren, um den Saft auf Unterarm, Lippen und Zunge zu testen. Dies ist eine gute Möglichkeit um zu prüfen, ob die Säfte eine Reizung verursachen.

Warten Sie ungefähr fünf Minuten, um zu sehen, ob sich eine Reizung zeigt. Dann wiederholen Sie den Vorgang auf Ihren Lippen und dem Zahnfleisch.

Vorsicht ist dennoch geboten

Zum Schluss kauen Sie eine Beere für 10-15 Minuten ohne sie zu schlucken. Wenn auch dies keine Reizung verursacht, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Testen Sie jeweils nur eine Beere. Diese Tests sind nutzlos, wenn Sie nicht wissen, welche der Beeren das Problem verursacht.

Zeigen sich weiterhin keine Probleme können Sie 1-2 Beeren essen. Warten Sie 20 Minuten ab, bevor Sie mehr essen. Normalerweise zeigen sich innerhalb von 20 Minuten Krankheitssymptome, falls die Beeren schlecht sind.

Selbst, wenn es Ihnen nach 20 Minuten gut geht, essen Sie langsam weiter, denn manche Giftstoffe brauchen länger, bis sie sich im Körper zu einer giftigen Menge ansammeln.

Riechen Sie die Beeren vorher und meiden Sie zur Sicherheit Bereiche in der Nähe von Bauernhöfen oder großen Gärten. Schmeckt die Beere widerlich, ist dies ein guter Indikator dafür, dass sie giftig sein kann.

Vermeiden Sie Bereiche, die mit Herbiziden, Pestiziden oder anderen Chemikalien besprüht sind. Wenn Sie sicher sind, dass eine Beere essbar ist, sich aber Sorgen um Pestizide machen, können Sie die Beeren mit sauberem Wasser abspülen und sie so sicher essen. Übrigens führt eine chemische Vergiftung zu den gleichen Symptomen wie giftige Beeren.

Symptome einer Beerenvergiftung

Beeren bestimmen und erkennen kann immer schiefgehen. Haben Betroffene sich eine Beerenvergiftung zugezogen, werden diese wahrscheinlich unter starken Verdauungsstörungen und nervösen Symptomen leiden.

Wenn innerhalb weniger Stunden nach dem Verzehr der Beeren die folgenden Symptome auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Durchfall, Krämpfe, verschwommene Sicht und Krämpfe.