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Pflanzenfressergebiss

In der Tierwelt gibt es bekanntlich Fleisch- sowie Pflanzenfresser. Dass diese eigentlich ein unterschiedliches Gebiss haben müssten, ist naheliegend.

 
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Bei einigen Tieren, die Fleisch fressen, kann der Beobachter die scharfen Zähne deutlich erkennen, so beispielsweise beim Hai als Meeresfleischfresser oder bei einer Hyäne zu Land. Wie allerdings grundsätzlich erkannt wird, welches Tier ein Pflanzenfressergebiss aufweist und wie dies genau aussieht, wird nachstehend erläutert.

Pflanzenfresser – eine Definition

In der Ökologie werden jene Tiere als Pflanzenfresser bezeichnet, die als Nahrung nur Pflanzen, Blätter, Gräser und sonstige Arten eines Bewuchses aufnehmen. Je nach Einteilungen gehören auch solche Tiere dazu, die Pilze oder Bakterien fressen. Von daher sind sie in dem Zusammenhang als Primärkonsumenten zu definieren.

Die Fleischfresser sind die Sekundärkonsumenten, die wiederum die Pflanzenfresser selbst als Nahrung nutzen. Größere Tiere kennt man auch unter dem Begriff Herbivoren, während man unter Phytophagen kleinere Tiere versteht.

Es gibt aber auch eine dritte Mischart: die Allesfresser. Diese können sich dementsprechend sowohl von Fleisch und Pflanzen ernähren. Zu ihnen gehört auch der Mensch. In der Tierwelt sind es beispielsweise Schweine, Ratten oder Bären. Es gibt diverse Arten, die die Vielfalt der Pflanzenfresser belegt. Viele von ihnen werden nachstehend vorgestellt:

Filtrierer: Das sind aquatische Tiere, die Partikel aus dem Wasser herausfiltern.

Ektophage: Das sind jene Arten, die Blätter abbeißen und kauen.

Blattfresser: Sie fressen im Gegensatz zu den Minierer die gesamten Blätter auf.

Minierer: Sie fressen Gänge in das Gewebe oder die Blätter. Dabei bleibt jedoch die Gesamtstruktur der Hülle intakt.

Holzfresser: Dazu gehören die Arten, die sich von Holz ernähren.

Gallbildner: Sie leben von Gewebe der Pflanzen.

Pflanzensauger: Sie stechen das lebende Pflanzengewebe an.

Blütenbesucher: Das sind die klassischen Bienen, die sich aus dem Nektar ernähren.

Weidegänger: Das sind jene Tiere, die sich auf eine Weide begeben und Gras sowie die dort vorhandenen Blumen fressen.

Samenfresser: Sie ernähren sich ausschließlich von Früchten und Samen.

Wurzelfresser: Sie haben es auf die Wurzeln der Pflanzen abgesehen.

Merkmale erkennen

Neben den Verdauungsorganen lässt sich ein Pflanzenfresser vornehmlich am Gebiss erkennen. Anhand eines Rindes kann das Pflanzenfressergebiss beispielhaft verdeutlicht werden:

Die Eckzähne und Schneidezähe sind gut ausgebildet, damit sie Gras oder andere Pflanzenarten beißen bzw. wegreißen können. Die Backenzähne hingegen sind flach ausgelegt, damit sie das grüne Nahrungsmittel zermalmen können.

Tiere mit Pflanzenfressergebiss

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Es gibt diverse markante Tiere mit einem Pflanzenfressergebiss, die sich vorwiegend auf der Weide aufhalten und das entsprechende Gebiss zum Zermalmen brauchen. Sie fressen beispielsweise Gras, Rasenblumen oder auch Blätter von Hecken.

Dazu gehören unter anderem:

  • Kühe
  • Pferde
  • Ziegen
  • Schafe
  • Zebras

Welches Gebiss haben Pferde und warum?

Ein Pferd hat ebenso ein klassisches Pflanzenfressergebiss. Es ist sehr sensibel und gleichzeitig für das Pferd ausgesprochen wichtig. Wenn ein Fohlen geboren wird, haben sie bereits bis zu 16 Milchzähne. Es wird deswegen auch Milchzahngebiss genannt.

Das eigentliche Zahngebiss der Pferde ist nach einem Wechsel jedoch erst nach fünf bis sechs Jahren vollständig herausgebildet. Das Pferd besitzt insgesamt 36 bis 44 bleibende Zähne:

  • 12 Schneidezähne,
  • 0 bis 4 Wolfszähne,
  • 0 bis 4 Hengstzähne oder Eckzähne,
  • 24 Backenzähne (auch Mahlzähne genannt)

Wie bei anderen Weidetieren braucht das Pferd insbesondere die Schneidezähne, um grobes Gras einfach mit seinen Zähnen von den Grashalmen abzutrennen. Zusätzlich sind die Backenzähne wichtig, um das Futter gut zermalmen zu können. Bezüglich der Backzähne gibt es die Prämolaren, welches die vorderen Backenzähne sind.

Zusätzlich existieren weitere zwölf Backenzähne, die Molaren genannt werden. Sie bilden die hintere Backenzahnreihe. Im Übrigen sind die vordersten Molaren und die hintersten Prämolaren am anfälligsten für Schäden.

Die Zähne des Pferdes werden beim Kauvorgang mit der Zeit kontinuierlich abgerieben. Das ist im Laufe eines Pferdelebens ziemlich viel, denn pro Jahr kann das bis zu zwei bis vier Millimeter sein.

Der Zahn wird hingegen aus dem Zahnfach nachgeschoben. Es sieht deswegen zwar so aus, als ob der Zahn mitwachsen würde. In Wahrheit wird durch das Herausschieben aber lediglich die Zahnwurzel verkürzt. Daher ist es wichtig regelmäßig einen Zahnarzt zu bestellen und das Gebiss des Vierbeiners untersuchen zu lassen.

Hannah Meissner
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