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Pflanzenschädlinge

Überall wo Pflanzen ein Zuhause haben, sind meist die Pflanzenschädlinge nicht weit entfernt. Pflanzenschädlinge schädigen, wie der Name schon vermuten lässt, die Pflanzen. Das Wichtigste ist das Erkennen eines Befalls. Durch die frühe Erkennung kann den Schädlingen der Kampf angesagt und die Pflanze gerettet werden.

 
Blattläuse Schädlinge

Bei einer zu späten Erkennung kommt die Hilfe meist zu spät und die Pflanze ist verdorben. Schädlinge können saugen, bohren und fressen. Sie zerstören mit der Zeit die gesamte Pflanze. Heute gibt es nicht nur unzählige Schädlinge, sondern auch zahlreiche Methoden, um sie zu bekämpfen.

Die 6 häufigsten Pflanzenschädlinge

Gerade bei Zimmer- oder Kübelpflanzen kommen Schädlinge sehr häufig vor. Die folgende Liste zeigt die am häufigsten vorkommenden Schädlinge.

Blattläuse

Die Blattlaus ist eigentlich ein harmloser Schädling. Sie ist knapp 2mm groß und wird an der organenen Färbung erkannt. Sie befällt in der Regel junge Triebe und Knospen. Sie können sich aber auch auf der Unterseite von Blättern absetzen.

Sie saugen den Pflanzensaft aus der Pflanze, indem sie ihren Stechsrüssel in die saftführenden Adern stechen. Einen Befall von Blattläusen können Sie durch den schwarzen Belag auf den Blättern erkennen.

Minierfliege

Die Minierfliege ist für den Schaden an Blättern zuständig, die eigentlich von den Larven verursacht werden. Die Larve frisst sich durch das Blattinnere. Das ist an den weißen Strichen zu erkennen, die durch das gesamte Blatt führen.

 

Zu finden ist die Larve in der Regel am Ende eines Ganges. Dort harrt sie aus, um einen neuen Weg durch das Blatt zu suchen. In der Regel sind Minierfliegen recht harmlos.

Raupen

Raupen sind Larven, die zu Schmetterlingen werden. Die Raupen können in unterschiedlichen Größen und Farbgebungen vorhanden sein. Sie werden zwischen einem und drei Zentimetern lang und ernähren sich von den Blättern und Stielen. Grundsätzlich sind alle Raupen mit einem grünen Farbton versehen, damit sie von Fressfeinden auf den Pflanzen nicht erkennt werden.

Sie fressen die Blätter vom Rand aus auf. Sie können einen Raupenbefall durch die leicht angezackten Blätter erkennen. Sie sehen aus, als würden sie langsam aufgefressen. Die Raupe versteckt sich während einer Essphase meist in einem zusammengerollten Blatt.

Schildläuse

Schildläuse sind eher selten zu fnden.Sie haben einen Durchmesser von etwa 5mm und sind kaum zu erkennen. Das ist ideal für ihre Feinde. Die Schutzschilder, mit denen sie sich tarnen sich braun und erinnern an eine kleine Kuppel.

Sie setzen sich meist am Stamm ab und saugen den Pflanzensaft aus den Zweigen und dem Stamm. In der Regel macht der Pflanze ein Befall nichts aus, aber mit der Zeit kann sie absterben, denn die Schildlaus saugt die gesamte Lebenskraft aus.

Schnecken

Zu den gefräßigsten Pflanzenschädlingen gehört die Schnecke. Die Schnecke ist nicht nur ein Problem für Pflanzen im Außenbereich, auch Zimmerpflanzen werden von dem gefrässigen Schädling befallen.

Sie befinden sich im Substrat in Eiform und werden so mit ins Haus geschleppt. Schnecken sind nachtaktive Tiere und fressen nicht nur die Blattränder an, sondern ganze Löcher in die Blätter.

Spinnmilden

Spinnmilben sind als unter dem Namen rote Spinne bekannt. Sie sind die schwierigsten Pflanzenschädlinge. Sie kleinen Spinnentiere sind nur einen halben Milimeter groß und in der Regel rot. Sie setzen sich auf die Blattunterseiten und saugen den Saft des Zellgewebes aus.

Die Blätter bekommen so einen silbrigen Schimmer. Nachdem das Zellgewebe ausgesaugt ist, werden die Blätter gelb und fallen ab.

Pflanzenschädlinge bekämpfen

Raupe SchädlingSie müssen den Befall von Pflanzenschädlingen nicht einfach hinnehmen. Heute gibt es nicht nur zahlreiche chemische Mittelchen, um den Befall zu stoppen. Es gibt unzählige Gegenmaßnahmen, die ihre Pflanzen schützen können.

  • Blattlaus: Bei einem Blattlausbefall sollten Sie die Pflanze in die Dusche stellen und gründlich abduschen. Ein harter Wasserstrahl reicht in der Regel aus, dass die Blattlaus ihren Halt verliert und abrutscht. Für eine künftige Sicherheit bietet sich eine Lösung aus 30ml Spiritus und 30ml Schmierseife an. Diese Mischung wird über die Pflanze gesprüht bis sie komplett durchnässt ist.
  • Minierfliege: Die Minierfliege befällt meist nicht so viele Blätter. Die betroffenen Blätter können einfach entfernt und vernichtet werden. Idealerweise sollten die Blätter verbrannt werden, um eventuelle Larven ebenfalls zu vernichten.
  • Raupen: Bei Balkon- und Zimmerpflanzen können die Raupen ganz einfach mit der Hand abgesammelt werden. Bei behaarten Raupen sollten Sie auf jeden Fall Handschuhe tragen, da diese eine allergische Reaktion auslösen können. Es gibt auch spezielle Mittel gegen Raupen auf dem Markt.
  • Schildläuse: Es gibt leider keine konventionellen Mittel, die gegen einen Schildläusebefall helfen. Bei einem sehr geringen Befall reicht es aus, wenn die Schildläuse abgekratzt werden. Chemische Mittel sorgen nicht nur für den Tod der Tiere, sondern schädigen die Pflanze meist so stark, das auch diese stirbt.
  • Schnecken: Grundsätzlich können die Schnecken gesucht und mit der Hand entfernt werden. Das ist aber recht mühsam und zeitaufwendig. Eine einfachere Methode ist Schneckenkorn.
  • Spinnmilde: Zum Entfernen der Spinnmilbe sind mehrere Schritte notwendig. Zuerst sollte die betroffene Pflanze gut abgeduscht werden. Zudem bietet sich eine Lösung von 30ml Spiritus und 30ml Schmierseife zur Behandlung an.

Wühlmäuse als Schädlinge im Garten

Wühlmäuse gehören im Gegensatz zu Maulwürfen zu den Gartenschädlingen, die man auch töten darf. Hierzu kann Wühlmausgift oder eine Wühlmausfalle beispielsweise zum Einsatz kommen. Auch, wenn man den Maulwurf nicht töten oder quälen darf – er bereitet vielen Hobbygärtnern durch sein Umgraben ebenfalls Kopfschmerzen. Um diesen Schädling zu vertreiben kann man zu diversen Ultraschall-Vertreibungsgeräten greifen, die nicht nur schmerzlos wirken, sondern auch oftmals zusätzlich Wühlmäuse abschrecken.

Entdeckt man einen Erdhaufen im Garten, so gilt es erst einmal herauszufinden, ob ein Maulwurf oder eine Wühlmaus schuld ist. Anschließend können entsprechende Schritte eingeleitet werden. Möhren und Sellerie gelten als gute Köder für Wühlmäuse.

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