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Pinienzapfen

Ob Pinienzapfen essbar sind und wie man sie richtig öffnet sind gängige Fragen. Das grünlich rote Naturprodukt kann man mittlerweile auch an der Gemüsetheke kaufen.

 
Pinienzapfen

Es gibt dementsprechend durchaus genießbare Pinienzapfen. Ziel ist es hier den Zapfen zu knacken und an die Kerne im Inneren heranzukommen. Hier erfahren Sie, wie dies funktioniert und welche Bedeutung dem Zapfen zugeschrieben wird.

Bedeutung der Pinienzapfen

Tatsächlich wird den Pinienzapfen eine Bedeutung zugeschrieben. Innerhalb der Schuppen befinden sich viele Samen – ähnlich wie beim Kürbis oder dem Granatapfel. Daraus ist zu schlussfolgern, dass die Kerne häufig mit Reichtum, fleischlicher Liebe, Unsterblichkeit und Fruchtbarkeit in Verbindung gesetzt werden. Die männliche Schöpferkraft, das phallische Erscheinungsbild und die flammenähnliche Figur sollen dieses Bild vermitteln.

Es gibt Abbilder aus früheren ägyptischen Zeiten, die beispielsweise gekrönte Götter zeigen, die einen Pinienzapfen in der Hand halten – ein Symbol von Reichtum und Männlichkeit. Zudem glaubte man der Pinienbaum könne die Seele vor dem verderben bewahren, weshalb das Holz bei Särgen genutzt wurde. Der Pinienbaum wurde zudem häufig auf Friedhöfen eingepflanzt.

Der Pinienbaum

Die Pinie (Pinus pinea) – im italienischen auch als Steinkiefer bezeichnet gehört zur Gattung der Kiefern und wird der Familie der Kieferngewächse zugeordnet. Im Mittelmeerraum ist der Pinienbaum hauptsächlich anzutreffen. Er kann bis zu 250 Jahre alt werden. Die Kerne, auch als Pinienkerne bezeichnet sind essbar.

Die Pinie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 30 Metern und wächst als Baum. Der zylindrisch geformte Stamm bildet in der Regel Zwiesel aus. Bei den Ästen ist eine wirtelige Anordnung zu erkennen. sie sind bogig aufwärts gerichtet.

  • Die zylindrischen Winterknospen erreichen eine Länge von einem Zentimeter und gelten als hartzfrei
  • Die Knospenschuppen sind weiß gesäumt und leicht zurückgeschlagen
  • Die Nadeln sind leicht gebogen, hellgrün und werden zwischen 8 und 20 cm lang bei einer Breite von 1,5-2 mm
  • Die Nadelspitze ist spitz und in der Regel gelblich gefärbt. Die Nadelränder dabei fein gesägt
  • Bei einem Alter von 25-20 Jahren beginnt die Pinie mit der Samenproduktion
  • Die männlichen Zapfen werden im unteren Kronenbbereich gebildet

Pinienzapfen öffnen und knacken

PinePinienzapfen als Früchte des Baumes erreichen eine Länge von 8-16 cm Zentimetern und eine dicke von 7-10 Zentimetern. Das Aussehen erhält sein typisches Erscheinungsbild durch die roten Riffelungen und die grünliche Struktur. In den großen Zapfenschuppen sind jeweils zwei Samen zu finden, welche erst im Herbst des 3. Jahres reifen.

Die Befruchtung findet nämlich erst 24 Monate nach der Bestäubung statt. Im darauf folgenden Frühjahr sind die essbaren Samen bereit. Diese sind größtenteils aus Fett, aber auch zu 40 Prozent aus Eiweiß zusammengesetzt. Die Pinienzapfen sind die Frucht des Pinienbaumes und gelten wie angedeutet als Symbol für Fruchtbarkeit und Auferstehung.

Das Öffnen ist einfach. Dabei werden die gekauften oder gesammelten Pinienzapfen lediglich in ein warmes Zimmer gestellt. Nun gilt es abzuwarten, bis sich diese von alleine öffnen. Dies kann einen Zeitraum von mehreren Wochen einnehmen. Leider kann es vorkommen, dass die Kerne dann nicht mehr essbar sind, da sie mit der Zeit verderben. Am muffigen Geruch und dem gräulichen Erscheinungsbild ist dies zu erkennen.

Besser kommt man an die Pinienkerne heran, wenn man den Pinienzapfen zum Beispiel neben einen warmen Ofen stellt. Auf diese Weise findet eine schnellere Öffnung statt. Oftmals kommt man so bereits am selben Abend an die Kerne. Ebenfalls möglich ist es den Zapfen auf einem Backblech bei 60-80° in den Ofen zu legen. Diese Methode dauert nur einige Minuten. Dann öffnen sich die Zapfen. Hier kann es auch zu einem Geräusch lauteren kommen.

Öffnen der Pinienkerne

Zum Öffnen der Pinienkerne kann man auf unterschiedliche Möglichkeiten zurückgreifen. Man kann sie zum Beispiel in einer Pfanne leicht rösten, wodurch sich die Schale einfach löst.

Hierzu benötigen Sie lediglich eine Pfanne. Die Pinienkerne werden so lange geröstet bis sie ein goldgelbes Erscheinungsbild erreicht haben. Knacken kann man sie auch durch gewöhnliche Nussknacker. Man sollte es jedoch vermeiden die Pinienkerne mit den Zähnen aufknacken zu wollen. Besonders gerne werden sie in Salaten oder in Nudelgerichten eingesetzt. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Kaltgepresstes Pinienkernöl gilt zudem als leckere und teure Delikatesse. Im gewöhnlichen Supermarkt ist Pinienkernöl nur schwer zu finden. Dafür kann man jedoch nahezu überall an Pinienkerne kommen, wenn man keinen Pinienzapfen findet.

Daniela Lamberti
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