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Quittenbaum kleinwüchsig

Der kleinwüchsige Quittenbaum stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Hierzulande wird er seit geraumer Zeit als Obstbaum kultiviert. Dabei handelt es sich bei Quitten um eine alte Obstsorte, die so mancher gar nicht mehr kennt. Die Form dieser Obstsorte erinnert an Birnen oder Äpfeln, was auf die enge Verwandtschaft zu anderen Obstsorten zurückzuführen ist.

 
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Jedoch werden die Quittenbäume nicht sehr groß und können problemlos klein gehalten werden. Dadurch ist der kleinwüchsige Quittenbaum hervorragend für kleine Gärten geeignet. Im Folgenden werden einige Tipps zur Pflege, sowie interessante Fakten über die Pflanze präsentiert.

Quittenbaum kleinwüchsig: Die optimale Pflege

Um den kleinwüchsigen Quittenbaum richtig zu pflegen sind nur wenige Maßnahmen notwendig. Dabei ist er aber doch anspruchsvoller als ein Apfel- oder Birnenbaum, gerade wenn unterschiedliche Temperaturen herrschen und der Standort nicht optimal ist. Folgende Liste klärt über die wichtigsten Aspekte der Pflege und Handhabung auf.

Pflanzzeit: Der ideale Zeitpunkt zur Pflanzung liegt im Herbst oder im Frühjahr. In diesen Jahreszeiten steht der Quitte genügend Wasser von Niederschlägen zur Verfügung, damit die Wurzeln gedeihen können. Dennoch ist in der ersten Woche ein ständiges Angießen für das Wachstum förderlich.

Untergrund und Boden: Der optimale Untergrund für ein Quittenbaum ist nährstoffreich und für Wasser bzw. Luft durchlässig. Verdichtete Böden sowie saure Lehmböden sollten vermieden werden. Durch einen tieferen Aushub der Erde kann man das Abfließen von Wasser begünstigen und die Verdichtung auflockern.

Der richtige Standort: Im Garten sollte für die kleine Quitte ein Platz mit viel Sonne angedacht werden. Des Weiteren ist aufgrund der Form des kleinwüchsigen Obstbaumes ein Standort zu wählen, an dem keine anderen Pflanzen durch ihn gestört wird. Sollten doch ein paar Pflanzen in der Nähe sein ist dies nicht weiter schlimm, da die Wärme das Wachstum der Quitte fördert.

Blüte: Die Blüte des kleinwüchsigen Quittenbaums ähnelt wie oben beschreiben sehr der Apfelblüte, ist aber deutlich größer. Die hellrosa Knospen erscheinen nur für kurze Zeit, da aus diesen spät im Frühjahr die typischen weißen Blüten entstehen.

Ernte: Quitten sollte man erst ernten, wenn sie vollständig ausgreift sind. Das heißt in den letzten Herbstmonaten, wobei die Ernte sich auch bis in den November verzögern kann.

Ist es also nicht viel Pflege notwendig und mit den gerade gelesenen Informationen zum Quittenbaum, ist es kein Hexenwerk eine Ernte zu bekommen, die dann in Konfitüren oder Säften ihr hervorragendes Aroma verbreiten.

So wird die Pflanze zurechtgeschnitten

großer-baum-nicht-kleinDas Zuschneiden der Pflanze dient dazu, dass der Quittenbaum kleinwüchsig bleibt und auch im Garten nicht zu viel Platz einnimmt. Da es sich ebenfalls um eine laubwerfende Art handelt, sollte der Zuschnitt im Winter stattfinden.

Mit dem richtigen, scharfen Werkzeug gelingt das Zuschneiden sehr einfach. Die zusätzliche Desinfektion der Scheren ist für einen gefahrlosen Schnitt zwingend notwendig, da ansonsten Erreger die Pflanze befallen könnten.

Hat man den Strauch erst einmal wachsen lassen, so kann man diesen nun zum Halbstamm zurechtschneiden. Aber auch elegantere Formen sind denkbar. V-Formen sind besonders schön anzusehen und mit ein wenig Geschick leicht durchzuführen.

Warum verliert dieser Baum seine Rinde?

Wer den kleinwüchsigen Quittenbaum zum ersten Mal im eignen Garten gepflanzt hat, wundert sich eventuell nach einigen Jahren über abgefallene Rinde unter dem Baum. Manche vermuten sofort, dass die Quitte krank sei, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Im Laufe der Jahre, wenn der Baum wächst, wirft dieser seine Rinde in halbrunden Stücken ab.

Dabei wächst im Inneren schon wieder neue Rinde nach. Der Quittenbaum schält sich quasi nur und man hat nichts zu befürchten. Das Abwerfen der Rinde ist ein ganz natürlicher Prozess und ist mit dem Apfelbaum vergleichbar, bei dem die Rinde nach Jahren Rillen aufweist.

Kleinwüchsiger Quittenbaum im Topf

Menschen, welche keinen Garten zum Anpflanzen der Quitte zur Verfügung haben, fragen sich häufig, ob sie die Pflanze auch über Jahre im Topf halten können. Für wenige Jahre kann dieses Vorhaben auch gelingen, doch nach spätestens 2 Jahren sollte der Baum umgepflanzt werden und einem Ort zugewiesen werden, an dem sich die Wurzeln frei verbreiten können.

Hat der Baum allerdings schon viel Laub angesetzt und die Triebe sind schon stark ausgebildet, sollte man die Quitte nicht mehr umpflanzen, da der Baum sonst Schaden tragen könnte. Generell sollte man auch bedenken, dass es sich um einen Baum handelt, der zwar kleinwüchsig sein kann, aber dennoch Platz im Erdreich benötigt.

Daniela Lamberti
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