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Rasen gießen bei Hitze

Große Hitze kann einem Rasen ganz schön zusetzen. Aus schönem, saftigen Grün wird bei zu intensiver Sonneneinstrahlung schnell gelbes Heu, das alles andere als eine Augenweide ist.

 
Rasen

Grundsätzlich kann man sagen, dass folgende Faustregel gilt (allerdings nur wenn es zwischendurch nicht regnet:

  • Steigen die Temperaturen über 25 Grad sollte man einmal in der Woche gießen
  • Steigen die Temperaturen über 30 Grad sollte man zweimal in der Woche gießen
  • Steigen die Temperaturen über 30 Grad und es regnet mehrere Wochen lang nicht, dann sollte mindestens dreimal in der Woche gegossen werden

Ist man sich nicht sicher, ob der Rasen eine Bewässerung braucht oder nicht, kann man einen „Tritttest“ durchführen. Einfach kurz auf den Rasen treten. Stellen die Halme sich nach kurzer Zeit von alleine wieder auf, ist alles in Ordnung.

Bleiben sie jedoch unten, sollte dringend gegossen werden. Wichtig ist, dass der Rasen nicht täglich gewässert wird, auch bei hohen Temperaturen. Zwischendurch muss er einfach ein bisschen „hungern“. Ein Rasensprenger gilt als ideales Hilfsmittel.

Rasen Bewässerung bei Hitze mittels Rasensprenger

Die einfachste Methode, um einem durstigen Rasen etwas zu trinken zu geben, ist ein Rasensprenger, der das Nass möglichst über die komplette Rasenfläche verteilt.

Heutzutage ist die Technik sogar schon soweit, dass Rasensprenger ganz einfach per App bedient beziehungsweise programmiert werden können. Die ideale Zeit, um den Rasen zu gießen, ist übrigens am frühen Morgen, wenn es noch nicht ganz so heiß ist oder am sehr späten Abend, wenn die Sonne sich bereits wieder verzogen hat.

Das Wichtigste ist, den Rasen ausreichend lange zu bewässern. Eine Viertelstunde mit dem Schlauch draufzuhalten bringt gar nichts, gerade bei sehr großer Hitze,wie sie auch in unseren Breitengraden immer öfter vorkommt.

Deswegen ist es so wichtig, wann man wässert. Bei großer Mittagshitze würde das kühle Nass einfach verdunsten, ohne etwas in den tieferen Erdschichten zu bewirken, wo die Wurzeln sitzen.

Ist der Rasen gerade frisch ausgesät oder ausgerollt (Thema Rollrasen) muss übrigens noch länger gewässert werden, denn der Rasen wächst, so komisch es sich vielleicht anhört, dem Wasser nach. Deswegen ist die Anschaffung eines Rasensprengers durchaus sinnvoll.

Freiflächen müssen anders gegossen werden als bepflanzte

Rasen gießen bei HitzeBesteht der Garten fast nur aus Rasen, handelt es sich also um eine Freifläche, muss nicht ganz so lange und intensiv bewässert werden.

Anders sieht es aus, wenn sich rundherum bepflanzte Beete befinden. Denn die Wurzeln der dort befindlichen Blumen, Sträucher, Bäume oder ähnlichem nehmen dem Rasen noch einmal zusätzlich das Wasser weg. Dadurch verlängert sich die Bewässerungszeit.

Pauschal lässt sich übrigens keine Zeit definieren, denn jeder Boden und jeder Garten ist anders. Als ungefährer Richtwert kann man festlegen, dass das Wasser mindestens 15 cm tief in den Boden einsickern sollte. Es gibt auch die Marmeladenglas Methode.

  • Einfach rund um den Rasensprenger einige dieser Gläser aufstellen. Sind diese ungefähr 2 cm hoch mit Wasser gefüllt, ist genug Wasser versprüht worden.
  • Das ist tatsächlich ein Trick, den viele erfolgreiche Hobbygärtner anwenden.
  • Herrscht große Hitze und direkte Sonneneinstrahlung, und man hat morgens vergessen den Rasen zu gießen, muss man nicht gleich in Panik ausbrechen.

Entweder man holt die Bewässerung abends nach, oder man schaltet einfach mittags den Rasensprenger an. Der gefürchtete Rasenbrand ist nämlich ein Mythos. Lediglich bei großblättrigen Pflanzen können zurückgebliebene Wassertropfen eventuell wie ein Brennglas wirken und diese dann braun werden lassen.

Rasen gießen bei Hitze – Wichtige Tipps

Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere Leser was eigentlich passiert, wenn das Gras nicht ausreichend bewässert wird. Die Antwort ist ganz einfach: Es kann Rasenfilz entstehen.

Wird nicht genug gegossen, konzentrieren sich die Wurzeln des Rasens knapp unter der Erdoberfläche. Dort gibt es aber auch Grasarten, die eigentlich nicht erwünscht sind, möchte man einen schönen satten und grünen Rasen haben, wie zum Beispiel die jährige Rispe oder das Straußengras.

Ist der Rasen erst einmal verfilzt, bringt auch das beste Wässern nichts mehr. Der Filz saugt das Wasser wie ein Schwamm auf und es verdunstet ungenutzt schon auf der Oberfläche.

Im Umkehrschluss wird das Gras dadurch schneller gelb und auch anfälliger für Pilzerkrankungen.

Wird der Rasen richtig bewässert ist er langlebiger und widerstandsfähiger. Zudem gehen die Wurzeln einfach tiefer in das Erdreich hinein. Hat man bereits „Rasenfilz“ versehentlich durch falsches Wässern gezüchtet, hilft es nicht, die Bewässerung sofort umzustellen. Dies muss schrittweise über mehrere Monate geschehen. Dann kann man sich auch wieder an einem sattgrünen Rasen erfreuen.

Daniela Lamberti
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