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Raupenbestimmung

Wir alle kennen das Endprodukt von vielen Raupen. Wunderschöne Schmetterlinge mit oft schillernden Farben in allen Facetten des Regenbogens und herrlichen Mustern.

 
Raupe Schädling

Weniger geliebt sind die Kriecher mit den vielen Füßen und den gefräßigen Mündern auf den Blumen und Pflanzen des Gartens. In dieser Vorform zum Schmetterling zählen sie nicht selten zu den Schädlingen und unliebsamen Gästen.

Wenn sie sich einmal im Garten heimisch fühlen, verbreiten sie sich rasch und richten oft nicht unerheblichen Schaden an allen Pflanzen an.

Der Wunsch diese Schädlinge vom Garten fernzuhalten, geht einher mit der Fähigkeit die Raupen auch zu bestimmen und über ihre künftige Entwicklung Bescheid zu wissen.

Häufigste Raupenarten im heimischen Garten

Diese Übersicht zur Raupenbestimmung liefert eine Beschreibung der häufigsten Raupenarten und soll dabei helfen die Raupen richtig zu bestimmen.

Raupen des Großen Kohlweißlings:

  • Diese sind grün-weiß mit auffallenden dunklen Flecken. Sie werden bis zu 4 Cm lang und können großen Schaden anrichten. Im speziellen sind es Kohlgewächse (Kreuzblütler), die es ihnen angetan haben.
  • Sie treten meist in den Monaten März bis Oktober auf. In dieser Zeit produziert der Große Kohlweißling bis zu drei Generationen in Gelegen mit 10 bis 20 Eiern. Die Zeiten des höchsten Befalls sind Juli bis September.
  • Als natürliche Feinde gelten Anis und Beifuss. In der Landwirtschaft ist die Kohlweißling-Schlupfwespe ein starker biologischer Gegner.

Der Große Kohlweißling ist ein Tagfalter und an den weißen Flügeln leicht erkennbar. Im Unterschied zu seinem Verwandten, dem Kleinen Kohlweißling, haben seine Flügel dunklere Außenränder.

 

Kohlmotte oder Kohlschabe:

  • Diese findet man am häufigsten in der Zeit zwischen Juli und September. Als Schmetterling kennt man sie unter dem Namen Kohlschabe und ist der Familie der Halbmotten zugehörig.
  • Sie werden bis zu 9 Millimeter lang und haben eine grüne Färbung. Im Wachstumsstadium bildet sich eine braune Kopfkapsel aus. Bei Berührung windet sie sich stark.
  • Wieder sind von Kreuzblütern, also auch Kohl, die Blätter die bevorzugte Nahrung. Sehr oft ist hier Skeletierfraß zu beobachten. Beim Kohl wird häufig auch die Blume nicht verschont.
  • Die Bekämpfung ist wegen der ausgeprägten Resistenz gegenüber den gängigen Insektiziden schwer. Nur ständiger Wechsel des Wirkstoffes kann möglicherweise helfen.

Kohleule oder Gammaeule:

  • Diese trifft man zwischen Juni und Oktober und man kann sie an den gelblichen Seitenstreifen im sonst grünen bis braunen Gewand erkennen. Sie kann bis zu 2 Zentimeter lang werden.
  • Ihre Beute sind viele Nutz- und auch Zierpflanzen. Hier vor allem Tomaten, Gemüsekohl und Gartensalat, sowie andere krautige Pflanzen.
  • Bei größeren Flächen, die geschützt werden müssen, sind Schutznetze eine geeignete Maßnahme, da darunter kein Hochzeitsflug stattfinden kann. Somit entfällt eine nachfolgende Generation. In den meisten Fällen ist der Einsatz von Insektiziden das einzig sinnvolle Mittel zur Bekämpfung. Es sei denn, der wackere Gärtner wandert Nächtens durch das grüne Paradies und sammelt die Raupen eigenhändig von den Pflanzen ab.
  • Im Endstadium haben wir es mit einem Eulenfalter zu tun, der auch als Nachtfalter bekannt ist und oft eine Flügelspannweite bis zu 5 Zentimeter aufweist.

Gammaeule

Kleiner Moorbläuling Larven:

  • Sie schlüpfen im zeitigen Frühjahr. Ihre Wirte bis dahin sind Bäume, in deren Rindenritzen die Eiablage nach der Paarung im Herbst erfolgt ist.
  • Ihre Nahrungsquelle sind die Knospen der Bäume und das Laub. In kleinen Gespinsten zwischen den Ästen lebend, sind sie ab Juli ausgewachsen. Dann lassen sie sich in feinen Fäden zur Erde gleiten und verpuppen sich im Boden.
  • Da Obstbäume als Wirte bevorzugt werden, kann es bei starkem Befall bis zum Kahlfraß am ganzen Baum kommen. Die Anbringung von Leimringen führt dazu, dass die Weibchen beim Raufklettern hängen bleiben und verenden.
  • Ausgewachsen gehören die Schmetterlinge zu den Forstschädlingen und sind nachtaktiv. Die Männchen sind braun und im Gegensatz zu den Weibchen flugfähig.
  • Es besteht große Gefahr, dass die jungen Raupen durch den Wind weiterverbreitet werden. Befallene Bäume sollten daher nur mit nützlingsschonenden Insektiziden behandelt werden.

Schadbild Frostspanner

Raupen des Kohlzünslers:

  • Diese sind nur wenige Millimeter groß, leben und fressen in losen Gespinsten an der Unterseite von Blättern.
  • Bevorzugte Wirte sind mit Meerrettich, Levkojen, Gemüsekohl also wieder verschiedene Kreuzblütler.
  • Sie überwintern in der zweiten Generation und entpuppen sich im Folgejahr erst an warmen Tagen.
  • Ihr Vorkommen ist in unseren Breiten eher selten und probate Gegenmittel sind Schutznetze um vor Raupenfraß zu schützen.
  • Als Schmetterling hat er hellbraun gefärbte Flügel mit weißen Flecken in der Mitte (Diskalflecken). Die Flügelspannweite beträgt etwa 3 Zentimeter.

Raupenbestimmung: Raupen sind nicht gleich Raupen

Es gibt mit Sicherheit eine Menge von Raupen, aus denen herrliche Schmetterlinge werden. Schönheit und Tod liegen hier so nah zusammen. Kaum wird es möglich sein alle Arten zu kennen. Zwischen der „Goldenen Acht“ und dem „Zwergspanner“ liegen noch einige tausend andere Arten.

Die beste Art ist es natürlich sich weiter im Internet zu informieren, wo man die Raupen auch an Hand von Bildern identifizieren kann.

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