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Regentonnen verbinden

Während der warmen Jahreszeit stehen Hobbygärtner mitunter vor einem Problem, denn Blumen, Gemüse und auch der Rasen brauchen ausreichend Feuchtigkeit für ein gutes Wachstum.

 
Regentonnen verbinden

Hier bietet sich natürlich Regenwasser zum Gießen an. Es wird nicht nur der Geldbeutel geschont, sondern auch die Umwelt, da die Grundwasserreserven verschont bleiben. Hat man mehrere Regentonnen, so macht es Sinn diese zu verbinden, um den Wasser-Austausch von einer Tonne in die andere Tonne zu ermöglichen.

Mehrere Regentonnen miteinander verbinden

Nicht nur der Gärtner freut sich über das Gießen zum Nulltarif, sondern auch die Pflanzen, da das Nass von oben weich und kalkarm ist. Allerdings kann es auch hier zu Problemen kommen, denn eine Tonne mit Regenwasser ist schnell aufgebraucht und wenn es dann nicht regnet, muss notgedrungen wieder Trinkwasser zum Einsatz kommen.

  • Hier kann Abhilfe geschaffen werden, indem die Anschaffung einer zweiten oder auch dritten Tonne in Betracht gezogen wird, wenn diese dann auch noch pfiffig mit einander verbunden werden, kann ausreichend Regenwasser gesammelt werden.
  • Beim Verbinden von Regentonnen kann man sich dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße zu Nutze machen.
  • Diese sind oben offen und miteinander verbunden. Aufgrund der Schwerkraft und des Luftdrucks ist die Flüssigkeit in den Behältern dann gleich hoch.

Es gibt hierbei nun verschiedene Möglichkeiten, Wasserfässer miteinander zu verbinden, zum einen gibt es eine ganz einfache, provisorische und auch günstige Methode und daneben dann auch eher eine professionelle, aufwendigere. So kann leicht viel Regenwasser aufgefangen werden. Die Tonnen können dabei auf unterschiedlichen Stellen, nebeneinander oder auch über Eck stehen, alles ist möglich.

Regentanks schnell verbinden: Anleitung

Mit dieser Anleitung zum Regentonnen verbinden ist eine kostengünstige und einfache Möglichkeit gegeben. Es ist dazu kein Handwerkszeug notwendig, auch werden keine besonderen handwerklichen Fähigkeiten verlangt. Lediglich wird dazu ein Stück Gartenschlauch benötigt. Wenn dieser dann zur Hand ist, kann begonnen werden. Es wird dabei wie folgt vorgegangen:

  1. Von dem Gartenschlauch wird nur ein kurzes Stück benötigt. In Hinsicht des Abstandes der Tonne und deren Höhe sollte beim Verbinden von zwei Tonnen zwei Meter Schlauch ausreichend sein. Bevor hier nun ein neuer Schlauch gekauft wird, kann auch ein alter hilfreich sein. Sollten allerdings mehrere Tonnen verbunden werden, dann muss auch dementsprechend mehr Schlauch zur Verfügung stehen.
  2. Anschließend muss der Schlauch ordentlich gesäubert werden – innen richtig ausspülen. Es dürfen keine Reste mehr vorhanden sein. Nun wird das Ende des Schlauches in die bereits gefüllte Wassertonne gesteckt. Damit jetzt das Wasser in die andere Tonne gelangt, muss am zweiten Ende des Schlauches Wasser angesaugt werden.
  3. Das Wasser kann umso besser angesaugt werden, je kürzer das Schlauchstück ist. Es wird mitunter nicht gleich beim ersten Mal klappen. Meist sind hier mehrere Versuche notwendig, bis das Wasser fließt. Ganz wichtig ist dabei, dass beim Ansetzen keine Luft in den Schlauch gelangt, bevor auch das Wasser ausläuft.
  4. Wenn nun nach einem erfolgreichen Ansaugen das Wasser aus dem Schlauch läuft, muss dann ganz schnell dieses Ende in die leere Regentonne gesteckt werden. Nun wird der Wasserstand in beiden Tonnen automatisch angepasst. Wichtig bei der Aktion ist, dass der Wasserschlauch auch keine Luft aus der Umgebung ziehen kann, denn in diesem Fall funktioniert dieses System nur sehr eingeschränkt.

Tipp: Um ein Verrutschen des Schlauches zu verhindern, wenn sich in den Tonnen der Wasserstand verändert, wird ganz einfach der Schlauch mit einem Gewebeband an beiden Tonnen fixiert.

Diese Methode ist besonders kostengünstig. Auch sehr vorteilhaft ist hier, dass die Verbindungen sehr leicht wieder gelöst werden können, beispielsweise bei einem Regenguss, damit nicht soviel Dreck in die Tonne gelangt. Nachteilig erweist sich dabei allerdings, dass das Brückensystem keine Luft ziehen darf, ansonsten ist die Funktion in Frage gestellt.

Kommunizierende Röhre: Oben oder unten verbinden?

Beim Regentonnen verbinden wird das Gesetz der kommunizierenden Gefäße genutzt, bei welchem oben offene und zugleich unten miteinander verbundene Gefäße als kommunizierende Gefäße bezeichnet werden. Um kommunizierende Gefäße zu schaffen, müssen diese miteinander mittels eines Regentonnenverbinders verbunden werden. Am besten oben oder unten verbinden?

Wird der Verbinder an den oberen Enden angebracht, so läuft zuerst eine Regentonne voll. Anschließend wird erst das Wasser in die andere Regentonne geleitet. Wenn ein gleichmäßig hoher Wasserstand gewünscht ist, so sollte der Verbinder deshalb weit unten angebracht werden.

Wasserfässer und Regentonnenverbinder als Hilfe

Bei dieser Methode zur Verbindung von Wasserfässern ist der richtige Regentonnenverbinder notwendig. Diesen erhält man im Baumarkt und Gartencenter, aber auch im Internet, wo er mitunter preisgünstiger ist. Die Auswahl ist überall vielfältig. Der Verbinder besteht aus einem schlauchartigem Mittelteil und zwei Dichtungen, zur Abdichtung der Stellen, wo der Regentonnenverbinder in die Tonne eingesetzt wird.

Bei der Anbringung ist Handwerkszeug notwendig, insbesondere ein Bohrer. Daneben ist auch wichtig, dass sorgfältig und vorsichtig gearbeitet wird, um Schäden beim Regentonnen verbinden zu vermeiden. Eine Gefahr besteht hier hauptsächlich, wenn die Verbindungslöcher in Bodennähe bei den Regentanks gebohrt werden. Der Verbinder muss nun an beide Tonne angebracht werden, dabei bei beiden Tonnen immer auf gleicher Höhe.

Professionelle und permanente Verbindung

Mitunter wird bereits ein passender Bohrer und auch Dichtungsmaterial bei den Regentonnenverbindern mitgeliefert. Das ist allerdings von Modell zu Modell recht unterschiedlich. Falls dies nicht der Fall, dann sollte die Auswahl des Bohrers so erfolgen, dass er nur minimal größer ist als der Durchmesser des Schlauches. Anschließend wird bei beiden Tonnen auf jeweils gleicher Höhe ein Loch gebohrt.

Dann wird nun jeweils ein Ende des Verbinders in das Loch einer jeden Tonne gesteckt. Von der Innenseite der Tonne kann an jeder Seite des Verbinders, die mitgelieferte Kontermutter auf das entsprechende Gewinde gedreht werden. Allerdings ist es dabei notwendig, dass die Regentonnen davor bereits richtig ausgerichtet werden, damit sie im Anschluss nicht noch einmal bewegt werden müssen. Wenn das erfolgt ist, kann die Kontermutter festgedreht werden.

wasserbehaelter

Verbinder am oberen Ende nutzen

Es sollte beachtet werden, dass wenn jeweils am oberen Ende der Tonnen der Verbinder angebracht wird, zuerst immer nur eine Tonne vollläuft. Wenn diese dann voll ist, wird das Wasser dann entsprechend in die andere Regentonne geleitet.

Wenn nun die Regentonnen einen gleichmäßig hohen Wasserstand aufweisen sollen, dann muss der Regentonnenverbinder wie bereits oben erwähnt möglichst weit unten an den Tonnen angebracht werden. In diesem Fall laufen dann die Regentonnen auch immer gleichmäßig voll.

Zwei oder mehr Regentonnen verbinden

Auf diese Art und Weise können auch mehrere Tonnen miteinander verbunden werden. Dabei ist es dann vollkommen egal, ob diese in einer Reihe stehen oder vielleicht auch über Eck. Wichtig ist dabei nur, dass die Verbindungen immer auf gleicher Höhe vorhanden sind.

Mitunter besteht die Möglichkeit, dass an den Verbindungstellen Wasser austritt, dies kann auch erst nach einiger Zeit passieren, dann können diese ganz einfach mit entsprechendem Dichtungsband wieder abgedichtet werden. Welche der beiden Varianten nun zur Anwendung kommt, hängt in erster Linie immer davon ab, für welchen Zweck die Verbindung benötigt wird.

Daniela Lamberti
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