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Rhododendron schneiden

Der Rhododendron ist bei vielen Leuten besonders aufgrund seiner großen Menge an Blüten beliebt. Er ist dabei nicht nur eine Pflanze, die in den Häusern und Wohnungen der Menschen zu finden ist, sondern man sieht ihn auch in Parks oder sogar in der freien Natur. Die pinken, weißen und violetten Blüten ziehen dabei sehr viel Aufmerksamkeit auf sich.

 
Rhododendron-schneiden-tipps

Wann Rhododendron schneiden?

Der Rhododendron ist eigentlich eine Pflanze, die auch ohne das Zuschneiden wächst und gedeiht. Allerdings kann es auch dieser Pflanze passieren, dass Triebe und Äste vetrocknen, krank werden oder sogar absterben. Es ist durch einen geeigneten Pflegeschnitt möglich, das Wachstum zu verbessern und diesen unerfreulichen Entwicklungen entgegenzuwirken. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Zuschnitt?

Im Prinzip sollte der Rhododendron entweder vor oder nach der Blüte geschnitten werden. Diese Zeitintervalle sind somit entweder nach dem Winter (zum Beispiel im Februar) oder im Herbst. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass zwischen dem 1. März und dem 30. September die Beschneidung von Hecken und Bäumen nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten ist, da sonst brütende Vögel gestört werden können.

Rückschnitt nach der Blüte

Besonders der leichte Rückschnitt nach der Blüte ist für die meisten Hobbygärtner von größtem Nutzen. Dieser Schnitt dient dazu, den Rhododendron wieder in Form zu schneiden und kranke oder vertrocknete Triebe zu beseitigen. Am besten ist diese Beschneidung direkt nach der Blüte durchzuführen, also von Mai bis Mitte Juni. Dabei sollten die folgenden Dinge beachtet werden:

  • Die Verwendung einer möglichst scharfen Heckenschere
  • Der Schnitt sollte möglichst nach einer Triebverzweigung angesetzt werden
  • Den Schnitt leicht schräg ansetzen
  • Da der Rhododendron giftig ist, sollten unbedingt immer Handschuhe getragen werden
  • Die kranken, vertrockneten und überstehenden Triebe sollten entfernt werden
  • Die bereits gebildeten Knospen dürfen nicht verletzt werden

Es sollte dabei mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden, da die Knospen für die nächste Blütezeit bereits gebildet werden und diese nicht verletzt werden sollten. Auch sollte das richtige Gartenwerkzeug verwendet werden. Für größere Schnitte eine Heckenschere, bei kleinerer und feinerer Arbeit eine kleinere Schere. Auch sollten die Klingen immer scharf und sauber sein, da auf diese Weise ansonsten leicht Krankheiten übertragen werden können. Bei der ganzen Arbeit ist das Tragen von Handschuhen Pflicht, da die Pflanze für Menschen giftig ist!

Anleitung zum radikalen Verjüngungsschnitt

Wenn die Nistzeit vorüber ist, können auch stärkere Schnitte am Rhododendron durchgeführt werden. Dieser Verjüngungsschnitt dient hauptsächlich dazu, die Pflanze nach längerer Zeit und eventueller Beschädigung wieder in die richtige Form zu bringen.

 

Dieser Schnitt wird in der Regel idealerweise entweder im Herbst (Oktober) oder im Frühjahr (Februar) durchgeführt. Der gewählte Zeitpunkt macht dabei keinen Unterschied. Bei der Durchführung sollte wie folgt vorgegangen werden:

  1. Scharfe und gesäuberte Heckenschere benutzen.
  2. Den Schnitt direkt nach der Verzweigung eines Triebs ansetzen.
  3. Den Schnitt leicht schräg durchführen.
  4. Immer Handschuhe tragen!
  5. Am Schluss sollte mindestens ein halber Meter übrig bleiben.

Vor dem Schnitt sollte im Hinterkopf behalten werden, dass es mitunter eine lange Zeit, manchmal sogar mehrere Jahren, dauern kann, bis der Rhododendron wieder seine alte Form zurückgewonnen hat. Auch sollte in den ersten ein bis zwei Jahren nicht Blüten gerechnet werden.

Rhododendron schneiden und düngen

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Wenn der Rhododendron bearbeitet und zugeschnitten wurde, kann man der Pflanze eine besondere Behandlung zukommen lassen. Dies ist allerdings keineswegs notwendig, sondern dient nur dazu, das Wachstum für die Zukunft zu beschleunigen, sodass die abgeschnittenen Teile rasch wieder nachwachsen können. Dies bietet sich besonders nach einem radikalen Schnitt an, bei dem viel vom Rhododendron entfernt wurde.

Die Nährstoffversorgung

Zu dieser besonderen Behandlung gehört an erster Stelle eine gute Nährstoffversorgung. Zu diesem Zweck können der Pflanze Hornspäne beigefügt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verabreichung von speziellem Rhododendron-Dünger. Darüber hinaus kann eine neue Schicht an Mulde und das bewässern mit genügend kalkfreiem Wasser sehr hilfreich für das Wachstum der Pflanze sein. Dieses Wasser bekommt man am einfachsten aus der Hauseigenen Regentonne.

Ist der Rhododendron richtig zugeschnitten worden und wird danach mit den entsprechenden Maßnahmen gepflegt, wird er nach einer geraumen Zeit wieder seine vorherige Größe zurückgewinnen, diese aber gleichzeitig in einer wesentlich besseren Form zur Schau stellen!

Jedoch gilt es noch zu beachten, dass ein Umpflanzen des Rhododendrons in den ersten beiden Jahren nach dem radikalen Rückschnitt nicht zu empfehlen ist, da es sonst passieren kann, dass er keine neuen Triebe mehr entwickelt.

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