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Rosmarin schneiden

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört zu zwei Arten der Gattung Rosmarinus. Es handelt sich um einen immergrünen Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Tau des Meeres. Wann und wie sollte man den Rosmarin zurückschneiden?

 
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Rosmarin wächst natürlicherweise und wild im zentralen und westlichen Mittelmeer. Bei der Pflege ist insbesondere der Rosmarin Schnitt essenziell.

Pflegetipps und Schnitt: Wann Rosmarin schneiden?

Für den Gärtner bzw. Hausbesitzer ist es interessant zu wissen, wie der Rosmarin gepflegt werden sollte, damit er entsprechend gedeiht. Der Frühling nach der Blüte eignet sich als idealer Zeitpunkt, um den Rosmarin zu schneiden. Allerdings ist gerade dann, wenn der Strauch im Freien gehalten oder in einem Kübel kultiviert wird darauf zu achten, dass jeglicher Frost überstanden sein sollte, um das Einfrieren der frischen Triebe zu vermeiden. Dementsprechend gilt es in dem Fall mit dem Schnitt noch ein wenig zu warten.

Rosmarin schneiden – Anleitung für den Schnitt

Wird der Rosmarin nicht geschnitten, so kann dies zur Folge haben, dass die verholzten Teile des Strauchs zunehmend verholzen. Auf diese Weise wird der Rosmarin hochbeiniger und verkahlt ansteigend. Ebenfalls lässt sich dadurch beobachten, dass die neuen Austriebe mit der Zeit kürzer werden. Dies hat negative Auswirkungen auf die Ernte zur Folge.

  • Von April bis Oktober lässt sich der Rosmarin ernten. Durch die Ernte wird er automatisch zurückgeschnitten.
  • Dabei sollte man darauf achten, die gesamten Zweige zu schneiden, sodass nicht lediglich einzelne Zweige abgeknipst werden.
  • Ebenfalls sollte sichergestellt werden, dass die Pflanze möglichst gleichmäßig und dementsprechend nicht einseitig geschnitten wird.
  • Werden Zweige aus der inneren Krone herausgenommen, so bietet es sich an, den Rosmarin zum selben Zeitpunkt ein wenig auszulichten.

Beim Frühjahresschnitt sollten die Vorjahrestriebe bis dicht über den verholzten Bereich zurückgeschnitten werden. Das Auslichten ist gerade deshalb sinnvoll, da zu dicht stehende Zweige sich in ihrem Wachstum wechselseitig behindern. Bekommen die Zweige zudem zu wenig Licht, kann es zu einem Schädlingsbefall oder gar zu Krankheiten kommen.

Einige weitere Pflegetipps sollten in diesem Zusammenhang beachtet werden:

  • Der Rosmarin ist am besten an einen warmen und sonnenreichen Platz zu stellen, da er sich hier besonders wohl fühlt.
  • Dennoch sollte der Rosmarin gegen Wind geschützt sein.
  • Der Boden sollte humusreich, trocken und durchlässig sein.
  • Staunässe gilt es beim Rosmarinstrauch zu vermeiden, da er zu viel Feuchtigkeit nicht verträgt.
  • Aus diesem Grunde sollte er etwas hochstehen, sodass das Wasser abfließen kann.

Eine zusätzliche Drainage kann nochmals helfen. Um Feuchtigkeit zu entziehen, kann der Erde etwas Sand und Lehm hinzugefügt werden. Dies macht den Boden trockener, da der Sand das Wasser entzieht.

Vor Winter: Rosmarinbusch Schnitt im Herbst?

Im September und Oktober lässt er sich problemlos ernten und somit gleichzeitig im Herbst zurückschneiden. Der natürliche Wuchs des Rosmarins sollte beim Schnitt beachtet werden. Die Krone lässt sich dabei oval oder rund schneiden. Die krautigen Zweige erneuern sich jede Saison, sterben daraufhin im Winter jedoch häufig ab. Die Wachstumsknospen sollten beim Schnitt erhalten bleiben, die an den frischen Trieben zu finden sind.

Der Winter kann bei einer starken Ausprägung dem Rosmarin stark zusetzen, da er natürlicherweise im mediterranen Raum beheimatet ist und somit warme Temperaturen bevorzugt. Im Winter sollte er deshalb an einem geschützten Platz stehen. Ganz vermieden werden kann die Gefahr des Absterbens jedoch nicht, wenn er draußen steht. Winterharte Rosmarin-Arten sollten in dem Fall bevorzugt werden. Gelegentlicher Frost von bis zu -20 Grad Celsius schadet den folgenden Rosmarinsorten nicht: Salem und Hill Hardy und Rosmarinus officinalis Arp.

Ansonsten gelten die folgenden Tipps zur Überwinterung:

  • Rosmarin über den Winter ins Haus holen
  • Temperaturen konstant zwischen 0 und 10 Grad halten
  • Am besten an einen hellen Platz im Haus stellen
  • Luftfeuchtigkeit bei 60% halten, damit kein Schädlingsbefall auftritt
  • Gießen reduzieren: Einmal in der Woche sollte reichen

Gießen und düngen

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Kalkhaltige Böden mag die Pflanze ebenfalls. Aus diesem Grunde ist eine Beigabe von Kalk ideal. Als Wärmespeicher kann beispielsweise eine Kiesel- oder Steinschicht dienen, die ebenfalls eine vorteilhafte Auswirkung auf das Wachstum hat.

  1. Der Rosmarinstrauch lässt sich kräftig gießen, jedoch gilt es Staunässe zu vermeiden.
  2. Wird zu wenig gegossen, beginnen die ersten Nadeln an abzufallen, was als Anzeichen dafür dienen kann, dass wieder sparsam Wasser zugegeben werden sollte.
  3. Das Düngen sollte nicht übermäßig vollzogen werden.
  4. Bis Mitte August reicht eine Düngergabe alle zwei Wochen.
  5. Im Frühjahr lässt sich dazu bestens reifer Kompost oder Hornspäne als Grundlage an den Boden geben.
  6. Ist eine Vermehrung geplant, so kann dies einfach über Stecklinge erfolgen.

Die Stecklinge sollten circa 5 cm lang sein und mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Danach kann der Gärtner diese in einen Topf setzen, der mit Kräuter- oder Anzuchterde gefüllt ist. Etwas Sand hinzugeben. Anschließend sollten die Stecklinge warm stehen. Die Erde sollte feucht, aber nicht zu nass gehalten werden.

Rosmarin schneiden und ernten: Verwendung als Duftstoff

Da Rosmarin einen intensiven Geruch besitzt, wird dieser nach der Ernte gerne als Duftstoff und ätherisches Öl verwendet. In der Antike kam er so oft als Ersatzstoff für Weihrauch zum Einsatz.

In der Vergangenheit wurde er als eines der ersten destillierten Parfums verwendet, welches erstmals im Jahr 1370 registriert wurde. Königin Elisabeth von Ungarn nutzte es ebenfalls. Es erhielt umgangssprachlich den Namen „Ungarisch Wasser“. Das bekannte „Kölnisch Wasser 4711“ wird heute noch immer mit Rosmarinöl versetzt.

Hannah Meissner
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