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Schachtelhalmjauche selber herstellen

Wer seine Pflanzen liebt, der kümmert sich liebevoll um sie. Das Kümmern geht aber über das herkömmliche Gießen und In-die-Sonne-Stellen weit hinaus. Natürlich kommt es auf die Art an, aber die meisten Pflanzen profitieren von Dünger ungemein.

 
Schachtelhalm kann verwendet werden um zu düngen

Schachtelhalmjauche ist ein biologisches Stärkungsmittel, das durch den hohen Anteil an Kieselsäure definiert werden kann. Dieser Umstand ist Grund dafür, dass viele nach der Anwendung von einer Verbesserung der Widerstandskraft der Blätter und gegen Pilzbefall berichten. Das Beste an der Sache ist, dass man den Dünger auch selbst herstellen kann. Wie das geht, wird im Folgenden verraten.

Für welche Pflanzen ist Schachtelhalmjauche einsetzbar?

Bevor man den Dünger herstellt, sollte man wissen, für welche Pflanzen sich das Mittel besonders eignet. Dies lässt sich einfach beantworten: Prinzipiell kann es keiner Pflanze schaden mit Schachtelhalmjauche in Kontakt zu kommen. Besonders gut wirkt er aber bei Rosen. Es wirkt gegen Mehltau und gegen allgemein gesprochen andere Schädlinge.

Schachtelhalme – Grundlage für Schachtelhalmjauche

Bevor man irgendetwas machen kann, muss man Schachtelhalme besorgen. Wer den Begriff nicht kennt und sich im ersten Moment nichts darunter vorstellen kann – keine Sorge. Die Pflanze kennt viele Synonyme:

  • Acker-Schachtelhalm
  • Zinnkraut
  • Acker-Zinnkraut
  • Zinngras
  • Katzenwedel
  • Pferdeschwanz
  • Schaftheu
  • Pfannebutzer
  • Scheuerkraut

Wenn keiner dieser Begriffe bekannt vorkommt, bietet es sich an, sich kurz über die Pflanze online zu informieren. Man findet sie, wie die Namen erkennen lassen, auf vielen Ackern. Dort gelten sie eher als Unkraut und sind unerwünscht. Man kann sie in dem Zeitraum von Mai bis Juli sammeln.

Anleitung: Schachtelhalmjauche herstellen

Man braucht für den ersten Schritt circa ein Kilo der Schachtelhalme. Diese muss man nun über einem Eimer verkleinern. Ist dies geschehen, so füllt man ihn nun mit circa 10 Litern Wasser und verrührt das Gemisch gut. Für einen gewissen Zeitraum sollte man es täglich umrühren.

 

Nach einiger Zeit sollte eine Handschaufel mit Steinmehl hinzugefügt und erneut kräftig durchgerührt werden. Das muss gemacht werden, bevor die Gehrung beginnt – so werden unangenehme Gerüche unterbunden. Dies sollte nun mit einem grobmaschigen Soff verdeckt und in die Sonne gestellt bzw. einen warmen Ort gestellt werden. Das Tuch wird gebraucht, das so Mücken ferngehalten werden und weniger Flüssigkeit verdunsten kann.

Wenn keine Blasen mehr aufsteigen, weiß man, dass die Jauche fertig ist. Mithilfe eines Siebs können die Flüssigkeit und die Pflanzenreste voneinander getrennt werden. Während man letztere auf dem Kompost entsorgen kann, wird der neue Dünger mit Wasser (Verhältnis 1:5) vermischt. Am besten lagert man es nun in einer Gießkanne oder einer Sprühflasche.

Alternative aus dem Handel: Schachtelhalm Extrakt

Im Internet findet man natürlich auch alternative Produkte, die man als Dünger verwenden kann. Interessant ist das, da nicht jeder Hobbygärtner die Zeit und die Möglichkeit hat, einen eigenen Dünger anzusetzen. Natürlich weiß man, bei einem eigens entwickelten Dünger zu 100%, was alles drin ist.

Bei kommerziellen Produkten weiß man das nie zu einer solchen Sicherheit, aber das betrifft ohnehin alle Bereiche des Lebens. Bei genauerer Betrachtung und Lesen der Inhaltsstoffe kann man aber einen genaueren Blick bekommen.

Schachtelhalmextrakt von der Marke Neudorff kann an dieser Stelle nur empfohlen werden. Das natürlicher Kräuterextrakt stärkt das Pflanzengewebe durch natürliche Silikate und unterstützt alle Pflanzenarten bei einem gesunden Wachstum. Die Flasche kann man zum Sprühen oder zum Gießen verwenden.

Sumpfschachtelhalm ist giftig

Schachtelhalm kann verwendet werden um zu düngen und für den eigenen Gebrauch

Obacht ist geboten, da nicht alle Schachtelhalmarten verwendet werden können. So sind jene, die in Sumpfgebieten wachsen, giftig und sollten definitiv nicht zur Anwendung kommen. Im Internet findet man weitere Merkmale, an denen man unterscheiden kann, um welche Art es sich genau handelt. Sammelt man aber auf einem trockenen Feld, fern von Wasser, so kann man fast sicher sein, dass es sich nicht um den giftigen Verwandten handelt.

Wann düngen?

Nun da man einen einsatzbereiten Dünger hat, stellt sich die Frage, wann man am besten düngt. Prinzipiell kann man mit Schachtelhalmjauche im Zeitraum von April bis Oktober düngen. Tatsächlich kann man sogar von einer richtigen Uhrzeit zum Düngen berichten.

Sobald es zu warm wird, können Pflanzen ihren Dünger nicht mehr so gut aufnehmen, daher bietet es sich im Sommer am frühen Morgen zu düngen. Was man nicht vergessen sollte: Am besten düngt man mit viel Wasser. Die Pflanzen können die Unterstützung in Form von Nährstoffen nur so aufnehmen.

Schachtelhalm zur eigenen Verwendung

Die Pflanze ist tatsächlich nicht nur als Unterstützung für Pflanzen, sondern auch für den Menschen geeignet. Innerlich hilft es gegen Harnwegserkrankungen, Ödemen und Ähnlichem. Bei äußerlicher Anwendung hilft es bei Wunden, die nur schlecht heilen. Bei genaueren Infos informiert man sich immer am besten bei seinem Arzt oder seinem Apotheker.

Außerdem kann man es präventiv als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Im Internet findet man hier viele verschiedene Produkte, die mit Natürlichkeit und sogar einer veganen Formel werben. Ob man diese einfach nehmen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig zu bedenken ist nur, dass Ergänzungsmittel niemals eine ausgewogene und gesunde Ernährung ersetzen können und sollten.

Hannah Meissner
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