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Schnecken zertreten

Sollte man Schnecken zertreten? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die mit den Biestern im Gemüsegarten zu kämpfen haben. Um sie zu beantworten, muss man zunächst in sich Selbst gehen und seine eigenen ethisch-moralischen Grundsätze befragen. Hat man kein Problem damit Lebewesen zu töten, dann liegt es nur noch bei der Wahl der richtige Methode.

 
Schnecke im Garten zertreten

Schnecken zertreten kann eine Methode sein, man muss dennoch auf die Eigenarten der Tiere dabei achten.

Denn viele Schneckenarten sind Kannibalen, sprich tötet man sie durch Zerquetschen, so lockt die Duftspur des Leichnams die Artgenossen an und sie nähern sich, um ihren gefallenen Kameraden zu verzehren, wodurch neue Schnecken in den Garten nachrücken. Diese Methode eignet sich besonders für Menschen die Geld sparen möchten.

Schnecken zertreten – Mit Gummistiefeln?

Bei der Wahl des richtigen Schuhwerks liegt es eher am Geschmack, denn an wirklichen Empfehlungen. Es kommt darauf an, wie viel man beim Zertreten vom Vorgang spüren möchte. Gummistiefel dämpfen dieses Gefühl wesentlich mehr als es bei Turnschuhen oder normalen Ausgehschuhen der Fall wäre.

Am besten eignen sich wohl Holzschuhe zum Zerstampfen der Tiere. Man kann sie davor noch mit etwas Öl einfetten, damit die toten Schnecken sich am Ende einfacher entfernen lassen, aber durch den Widerstand und die Stabilität des Holzes merkt man fast nichts, während man die Schnecken zertritt, sodass auch Personen, die eher zart besaitet sind, mit diesen Schuhen keine oder weniger Gewissensbisse verspüren könnten. Alternativ bietet sich der Einsatz von Schneckenkorn an.

Die richtigen Schuhe finden

Wie oben erwähnt sind Holzschuhe die beste Möglichkeit, es eignen sich aber auch alle anderen eher festen Schuhwerke, die dick sind und so die Wirkung auf die Füße abfedern. Es gibt jedoch noch weitere gute Schuhe.

  • Wanderschuhe
  • Kampfstiefel
  • Gummistiefel
  • Holzschuhe

Alle diese Arten eignen sich gut um Nacktschnecken sowie Schnecken mit einem Häuschen zu zertreten. Natürlich muss man in jedem Fall die Schuhe nach einer solchen Prozedur säubern, da die Überreste der Schnecke im Gemisch aus verschiedenen Sekreten, Blut und Kalk an den Unterseiten der Stiefel hängen bleiben.

Schnecke ohne Haus – Kann sie überleben?

Eine Schnecke ohne Haus bzw. eine gemeine Nacktschnecke sollte die Einkerbungen an der Unterseite der Schuhe sind zu tief sind und somit den gesamten Tierleib aufnehmen können, nicht einen solchen Vorgang überleben können, wenn man richtig zutritt. Anders sieht es bei Schnecken mit Häusern aus, die lediglich ihr Haus verlieren.

Diese Tiere können in einem solchen Fall durch ihre eigene Kalkproduktion, wenn sie selbst unverletzt geblieben sind, ihr Schneckenhaus reparieren und langsam neu formen. Dies ist bei einem gezielten schweren Tritt jedoch nur in einer absoluten Minderheit der Fälle möglich. Um solchen Tiere also unnötiges Leid zu ersparen, zertritt man sie dann besser schnell und richtig, anstatt sie halbtot zurückzulassen.

Sollte man Nacktschnecken zertreten?

Schnecke auf Stein

Es gibt kein Gesetz in Deutschland, welches es nicht gestatten würde, die entsprechenden Tiere zu zertreten, solange es sich nicht dabei um die häuserbauende Weinbergschnecke handelt. Diese darf aufgrund des Artenschutzgesetztes weder gestört, gefangen, noch getötet und verzehrt werden. Nacktschnekcne hingegen, genießen diesen besonderen Schutz nicht.

Sollte man sie also zertreten? Da ihr Tod andere Schnecken unweigerlich anlockt, die nach dem verzehr des toten Artgenossen wieder den Garten leer fressen, ist eher eine Tötungsart zu präferieren, die das Anlocken von neuen Weichtieren verhindert. Es gibt vielfältige Möglichkeiten dazu.

  • Tod durch Elektroschocks: Schnecken lassen sich in einem im Wasser gefüllten Eimer sammeln und dann mit Elektroschocks töten, die über einen Kabel hineingeleitet werden.
  • Tod durch Salz: Salz ist neben Trockenheit der natürliche Feind von jeglichen Schnecken. Salz saugt die Weichtiere leer und verhindert somit ihr Überleben. Tiere, die angelockt werden und sich in versalzenen Gebiet begeben werden zudem ebenfalls.
  • Fressfeinde beherbergen: Schnecken habe viele natürliche Feinde, darunter einige, die kein wirkliches Interesse an Pflanzen und Kräutern im Garten haben. Dazu zählen viele Vogelarten. Man kann ein Vogelhaus aufstellen oder andere Tiere im Gemüsebeet bei Schneckenplagen aussetzen.
  • Schneckenzäune und Netze: Auch der Einsatz von im Internet oder im Fachhandel erwerbbaren Schneckenzäunen bzw. Netzen kann helfen das Beet zu schützen. Die Tiere können die Schutzmauern nicht überwinden und werden somit abgehalten, den Salat zu vertilgen.

Dies ist nur einige Vorschläge, welches sich als Alternative zum Zertreten anbieten. Zumindest der Kauf von Zäunen und Netzen ist zudem zeitsparend und im Neukauf, abhängig von der zu schützenden Größe, auch nicht viel teurer als ein neuer Gummistiefel oder ein Holzschuh.

Welche Mittel gegen Nacktschnecken helfen

Ein weiteres bewährtes Mittel gegen Nacktschnecken ist der Einsatz von Tiere wie Igeln, die sie liebend gerne verzehren. Eine anderes Hausmittel ist der Einsatz von Kaffeesatz. Dies ist nicht nur ein guter Pflanzendünger, sondern auch ein hervorragendes Mittel gegen Nacktschnecken. Zu den Schneckenräubern zählen auch einige Käferarten wie Lauskäfer, die sie jagen.

Es gibt auch Schnecken, die andere Schnecken lebendig angreifen. Die Tigerschnecken attackieren die Nacktschnecken und säubern somit den Garten. Daneben kann auch Fallen aufstellen und eigens dunkle und feuchte Orte, ausgestattet mit Salat am anderen Ende des Gartens platzieren und diese dort tagsüber einsammeln. Da die Tiere nachts auf Beutezug gehen, kann sie so am Tag einfach sammeln.

Joachim Grün
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