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Schwarze Fliegen im Garten und Haus

Sehr oft findet man schwarze Fliegen im Garten und der Wohnung. Diese sind auch weit verbreitet. Ist tatsächlich von einem Befall die Rede, können diese in rauen Mengen auftreten.

 
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Diese Minifliegen richten in gemäßigter Zahl keinen großen Schaden an, wenn sie umherschwirren. Aber sie werden als ekelhaft empfunden und erfreuen sich keiner großen Beliebtheit.

Die schwarzen Fliegen, die sich meist im Garten aufhalten, sind für manche Pflanzen gefährlich, denn sie leben in der Erde, wenn sie das Larvenstadium beginnen. Diese Larven fressen die Wurzeln der jungen Pflanzen an, was ein Absterben dieser zur Folge hat. Im Freien sind die schwarzen Fliegen sogar nützlich. Durch die schwarzen Fliegen werden Pilze zersetzt, was den Boden verbessert.

Es gilt, den Befall der schwarzen Fliegen (Arten siehe unten) so schnell wie möglich zu erkennen, bevor sich diese ausbreiten. Das Ziel ist es, diese daran zu hindern, dass diese neue Eier in die Erde legen, dann ist man sie nämlich relativ schnell los.

Gründe für den Befall durch schwarze Fliegen

Schwarze Fliegen werden oft mit neu gekaufter Blumenerde oder Komposterde eingeschleppt. Dies kann natürlich auch über die Pflanzen geschehen, die neu eingekauft werden. In solchen Fällen befinden sich die Larven bereits in der Erde. Manchmal schwärmen Insekten auch zum Fenster herein, was sich einfach nicht verhindern lässt.

Vorbeugung gegen schwarze Fliegen

Blumenerde, die neu eingekauft wird, sollte erst einige Monate stehen gelassen werden. Alternativ kann man diese Blumenerde auch der Kälte aussetzen oder im warmen Ofen keimfrei machen. Die Larven können dadurch getötet werden.

 

Für diese Methode sind Temperaturen zwischen 60 und 70 °C notwendig. Die Aussaat sollte ausschließlich keimfrei erfolgen. Wer im Gewächshaus vorbeugen möchte, kann dafür spezielle Raubmilben einsetzen. Es sollte nicht zu viel gegossen werden, die Erde darf weder zu feucht, noch zu trocken sein.

Hausmittel gegen schwarze Fliegen als Bekämpfung

Nicht immer ist die Chemiekeule nötig, wenn die schwarzen Fliegen im Garten bekämpft werden sollen. Es gibt auch wirksame Hausmittel. Diese sind ungefährlich und wirken sehr gut. Gegen erwachsene Fliegen helfen Gelbsticker oder Klebefallen. Damit lassen sich allerdings nicht die Larven der Fliegen fangen.

Alternativ kann man sich auch einfach Fleischfressende Pflanzen zulegen, welche die Fliegen anlocken und verzehren.

Chemische Pflanzenschutzmittel und Insektizide wirken sich nicht nur gegen die schädlichen Fliegen, sondern auch gegen Nützlinge aus. Es gilt Vorsicht walten zu lassen, was die Auswahl der chemischen Mittel fällt. Am besten wird im Fachhandel genau nachgefragt und um Beratung gebeten. Natürlich eignet sich für zu Hause auch eine Fliegenklatsche.

Venusfliegenfalle gegen schwarze mücken

Folgende Fehler sollten vermieden werden

Chemische Mittel enthalten zu viel Kalk und andere Zusätze, deshalb sollte man diese nicht verwenden. Sämtliche Pflanzen sollten mit biologischen Bekämpfungsmitteln behandelt werden, nicht nur die erkennbar befallenen. Ansonsten weichen die Fliegen zu den anderen Pflanzen aus.

Häufige Fliegenarten

Wer kleine schwarze Fliegen im Garten hat und diese bekämpfen will, sollte zuerst feststellen, ob es sich tatsächlich um Trauermücken handelt, denn es gibt die unterschiedlichsten Fliegenarten. Um Verwechslungen zu vermeiden, gilt es, eine richtige Analyse zu machen. Nur so ist es möglich, richtig gegen die schwarzen Mücken, bzw. Fliegen vorzugehen. Es gibt:

  • Trauermücken
  • Fruchtfliegen
  • Obstfliegen
  • Schwebefliegen
  • Florfliegen
  • Kriebelmücken

Trauermücken

Wenn es sich tatsächlich um Trauermücken handelt, haben diese eine dunkle Farbe und gehören zu den Mücken. Trauermücken haben aber kein stechendes Mundwerkzeug. Trauermücken sind nicht mit Fruchtfliegen oder Taufliegen verwandt. Deshalb müssen sie entsprechend bekämpft werden.

Eine Trauermücke kann bis zu 7 mm lang werden, meistens erreicht sie aber eine Größe von 2-3 mm. Übrigens können Trauermücken nicht gut fliegen. Die Tiere legen keine weiten Flugstrecken zurück. Die Beine sind fein und lang.

Trauermücken sind sehr anpassungsfähig. Mittlerweile gibt es die Tiere auf dem ganzen Globus. In Summe gibt es 1800 Unterarten von Trauermücken.

Ein warmes und feuchtes Milieu ist für die Entwicklung der Larven bis zur ausgewachsenen Mücke Voraussetzung. Optimale Lebensbedingungen sind:

  • Moore
  • Feuchtwiesen
  • Bilder
  • Weiden
  • landwirtschaftliche Nutzflächen
  • Gärten

Im Winter suchen die Tiere die Nähe des Menschen und überwintern in Gewächshäusern, Wintergärten oder in Häusern. Vor den Fressfeinden sind Trauermücken am besten in Blumentöpfen oder Blumenkästen geschützt.

Schwarze Mücke lebt nur ein paar Tage

Die ausgewachsenen Trauermücken leben nur ein paar Tage und sterben nach der Paarung und nach der Eierablage. Es werden bis zu 200 Eier abgelegt. Die Larven sind ca. 10 mm groß und schlüpfen nach einer Woche. Die Verpuppung erfolgt nach wenigen Tagen, nach drei Wochen schlüpfen die Mücken.

Die Larven ernähren sich von organischen Materialien. Hauptsächlich sind Pilze, Rinden und Laub auf dem Speiseplan. In der Folge ist eine Trauermücken als Larve wichtig für das Ökosystem. Manchmal befallen die Larven aber auch Pflanzenteile, Keimlinge und Wurzeln, was für die Landwirtschaft katastrophale Auswirkungen haben kann.

Es sind häufig bestimmte Pilzsorten und Gemüsesorten betroffen. Ob es sich um Gewächshäuser oder die Freilandzucht handelt, spielt für das Tier keine Rolle. Der Larvenbefall betrifft meist junge Pflanzen, bzw. wichtige Pflanzenteile.

Hauptsächlich werden Zierpflanzen in privaten Haushalten beschädigt. Übrigens sind Trauermücken keine Überträger von gefährlichen Krankheiten.

Fazit

Ein Befall mit schwarzen Mücken im Haus oder im Garten ist keine Seltenheit. Diese Plagegeister gibt es fast überall. Es gibt viele Möglichkeiten und helfende Maßnahmen. Eine dauerhafte Lösung bietet nur die Pflanze umzutopfen. Von Erde wird entweder auf ein mineralisches Substrat oder Seramis gewechselt. Das kann man aber nicht mit allen Pflanzen machen.

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