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Schwarze Käfer in Haus und Garten

Der Garten ist eine schöne Pracht, die mit viel Pflege und Zuwendung zu einem Ort der Schönheit wird. Aber es gibt einige Faktoren, die können dem Garten einen heftigen Schaden zufügen. Die Rede ist von Schädlingen wie einigen schwarzen Käferarten.

 
Schwarzer Käfer Blatt

Schädlinge sorgen nicht nur dafür, dass die Pflanzen teilweise einen bleibenden Schaden behalten, sondern sie sind dafür verantwortlich, dass der Garten nicht mehr schön aussieht.

Die wichtigsten dunkel gefärbten Schädlinge als Käfer aus der Heimat werden in dem folgenden Ratgeber vorgestellt und erläutert. Zudem gibt es Informationen darüber, wie der jeweilige Schädling bekämpft werden kann. Nicht selten sind die folgenden schwarzen Käfer:

  • Australische Schabe
  • Balkenrüssler
  • Schmeißfliege (kein Käfer)
  • Dunkler Pelzkäfer
  • Mehlkäfer
  • Kugelkäfer

Kleine schwarze Käfer im Haus und Garten

Oftmals sieht man sich gerade im Frühling mit dem Problem konfrontiert, dass sich kleine schwarze Käfer in der Wohnung aufhalten. Um welche es sich aber genau handelt ist auf Anhieb nicht erkennbar. Zumindest bei fehlender Erfahrung.

Empfehlenswert ist es immer Fliegengitter an Fenstern und Türen im Haus anzubringen sowie ein gutes Insektenspray parat zu haben. So ist man bereits gut gewappnet. Bei größeren Plagen kann in manchen Fällen nur der Fachmann helfen.

Bei Käfern im Garten muss die Art genau identifiziert werden, um einen schädlichen Einfluss auf die Pflanzen auszuschließen. Ohrenkneifer zum Beispiel gelten als weniger schädlich für Haus und Garten. Häufige Käferarten und Mittel zur Bekämpfung hier in der Übersicht.

 

Australische Schabe

Die australische Schabe hat eine schwarzbraune Färbung und kann zwischen 23 und 30mm groß werden. Im vorderen Bereich besitzt die Schabe eine gelbliche Querbinde. Sie besitzt Vorderflügel, die ebenfalls einen gelblichen Rand ausweisen. Die australische Schabe besitzt kräftige Beine, die zur schnellen Fortbewegung dienen.

Vorkommen:

Beheimatet ist die australische Schabe wohl in Südostasien. Aber sie ist auch im Süden von Amerika Zuhause. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Schabe auch in den mäßigeren Regionen ausgebreitet. Sie versteckt sich in Botanischen Gärten, in Zoologischen Gärten und in Gewächshäusern.

Auch in Lebensmittelbetrieben fühlt sie sich wohl. Die Schabe lebt nicht nur von Vorräten, sondern liebt Pflanzen. Sobald die Schabe ausgewachsen ist hat sie eine Lebenserwartung von vier bis sechs Monaten. Eine Schabe kann bis zu 24 Eier legen, um sich zu vermehren.

Schadwirkung:

In der Regel werden Schaben in Europa als Gesundheitsschädlinge gesehen. Sie übertragen nicht nur Typhus und Tuberkulose, sondern können auch für Kinderlähmung verantwortlich sein.

Bekämpfung:

Gelförmige Fraßkörper können zur Bekämpfung der Schabe verwendet werden. Ideal sind insektizide Wirkstoffe, die Abamectin, Fipronil oder Hydramethylnon enthalten. Auch sehr niedrige  Temperaturen können die australische Schabe vernichten, da sie eher hohe Temperaturen gewohnt ist.

Balkenrüssler

Der Balkenrüssler gehört ebenfalls zu den bekannten schwarzen Käfern und besitzt einen rüsselartigen Kopf, der an der Spitze das Mundwerkzeug besitzt. Rechts und links befinden sich zwei Fühler, die rechtwinklig abgeknickt sind. Sie besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Färbung und können bis zu 3mm lang werden.

Vorkommen:

Die einheimische Käferart lebt in den Wäldern und setzt seine Larven in pilzbefallene Bäume. Entwickelt es sich zu einem erhöhten Aufkommen, so spricht man von einer Käferplage.

Schadwirkung:

Feuchtes Holz und Fußbodendielen können von dem Balkenrüssler beschädigt werden.

Bekämpfung:

Eine Bekämpfung macht nur wenig Sinn. Vorbeugung ist die Devise. Nasses Holz oder stark beschädigte Hölzer sofort austauschen.

Schmeißfliege

Die Schmeißfliege ist komplett schwarz mit einem dunkelblauen Schimmer. Sie kann bis zu 13mm groß werden und besitzt Flügel. Sie hat Mundhaken, die spitz zulaufen. Sie besitzt ein dickes Hinterende.

Vorkommen:

Die Schmeißfliege ist weltweit verbreitet und hat keine Begrenzung. In der Regel kommen sie in Gebäuden vor. Das Weibchen kann bis zu 700 Eier legen. Die Eier werden idealerweise in gärendes Obst gelegt. Bei etwas höheren Temperaturen schlüpfen die Larven. Sie brauchen 8 bis 10 Tage um sich voll zu entwickeln. Schmeißfliegen sind in der Regel zwischen Mai und Oktober aktiv.

Bekämpfung:

Es gibt unzählige Möglichkeiten, um Schmeißfliegen zu bekämpfen. UV-Lampen, Fliegenfallen und Insektensprays sind die häufigsten Varianten.

Dunkler Pelzkäfer

Schwarzer KäferDer dunkle Pelzkäfer gehört zur Gattung der Speckkäfer und kann zwischen 2,8 und 5mm lang werden. Er hat eine ovale Körperform und ist dunkelbraun bis schwarz. Das Antennenglied des Käfermännchens ist doppelt so lang wie die vom Weibchen. Daran erkennt man die Geschlechter.

Vorkommen:

Die Pelzkäfer werden von Licht angezogen und ernähren sich in der Regel von Nektar und Pollen. Sie haben eine Lebenserwartung von neun Monaten, können aber bis zu drei Jahre alt werden. Sie sind viel auf Terrassen und in Wohnungen zu finden.

Schadwirkung:

Der dunkle Pelzkäfer fällt unter die Materialschädlinge. Sie zerstören Pelze, Felle und alle anderen Arten von Wollprodukten.

Bekämpfung:

Die Bekämpfung beginnt schon in der Vorbeugung. Die Wohnung muss regelmäßig gründlich gereinigt werden, damit keine Ansammlungen von Haaren oder Staub entstehen. Ist ein Befall bekannt, dann helfen sogenannte Kontaktinsektizide, die im Fachhandel erstanden werden können. Befallene Produkte unbedingt mit gasförmigen Insektiziden behandeln.

Mehlkäfer

Der Mehlkäfer stammt aus der Familie der Schwarzkäfer. Er kann bis zu 2cm groß werden und gehört zu den Vorratsschädlingen. Auf der Oberseite ist der Käfer schwarzbraun und glänzend. Die Farbgebung auf der Unterseite ist eher rotbraun. Die Larven des Käfers werden bis zu 3cm lang.

Vorkommen:

Beheimatet ist der Mehlkäfer überwiegend in Mitteleuropa. Sein Vorkommen beschränkt sich in der Regel auf das Freiland. Das Weibchen kann bis zu 500 Eier legen. Die Larven des Käfers vertragen keine tiefen Temperaturen. Die Käfer und deren Puppen überstehen aber sogar Frost.

Schadwirkung:

Der Mehlkäfer nistet sich gern in Getreidespeichern, Bäckereien, Viehmastbetrieben und Mühlenbetrieben ein. Durch die verunreinigte Nahrung gelangt der Käfer auch in die Haushalte. Gerade in Mehl befinden sich die Larven, die sich im Vorratslager getrost entwickeln können.

Bekämpfung:

Die befallenen Vorräte aus der Küche oder dem Vorratsschrank sollten direkt vernichtet werden. Bei abgepackten Produkten kann eine Gasmischung aus Phosphorwasserstoff, Kohlendioxid und Stickstoff helfen. Bäckereien und Mühlen nutzen Heißluftanlagen.

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