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Sumpfdotterblume

Sumpfdotterblumen wachsen nicht nur an Wegen und in Gärten, sondern auch wild in der freien Natur. Sie gehören zu den Dotterblumen und sind Hahnenfußgewächse. Sie sehen durch ihre Blüten nicht nur schön aus, sondern werden auch als Heilpflanze verwendet.

 
Sumpfdotterblume

Der besonderen Farbe ihrer Blüten verdankt die Sumpfdotterblume viele andere Namen. Unter anderem wird sie als Wiesengold, Eierblume, Butterblume oder Kuhblume bezeichnet.

Sumpfdotterblume – Herkunft und Geschichte

Beheimatet sind Sumpfdotterblumen, die mit botanischem Namen auch als Caltha palustris bezeichnet werden, sind in Nordamerika, Eurasien und der Nordhalbkugel. Besonders gut gedeiht die Blume an einem feuchten Ort. Wild wächst sie daher oft an Bachufern, Gräben und sumpfigen Wiesen.

Da immer mehr Wiesen und Felder trocken gelegt werden, ist die Sumpfdotterblume zum Teil schon verschwunden. In einigen Regionen, wie zum Beispiel Hamburg, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg steht die Pflanze auf der roten Liste und wurde als gefährdet eingestuft.

Giftigkeit der Pflanze

Sumpfdotterblumen sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch giftig, bzw. leicht giftig. Die Pflanze enthält Saponine, Anemonine und Aporchinalkaloide. Menschen, die sehr empfindlich reagieren, können schon bei Hautkontakt Reaktionen zeigen. Zu den Symptomen gehören Schwellungen im Gesicht und ein Hautausschlag.

Werden Pflanzenteile der Sumpfdotterblume verzehrt, kann es zu Krämpfen, Erbrechen und Schwindel führen. Allerdings ist die Pflanze im getrockneten Zustand nicht mehr giftig. Sie wird zudem auch als Heilpflanze verwendet.

Blütezeit der Caltha palustris

Die Schalen der Blüten sind reich an Carotinoiden und haben daher eine goldglänzende Farbe. Sumpfdotterblumen gehören zu den sogenannten Frühblühern und zeigen ihre ersten Blüten schon im Monat März. Das Besondere an dieser Blume ist eine zweite Blühphase, die sich im Juli zeigen kann. Im Vergleich zu anderen Blühpflanzen sind die Blüten der Sumpfdotterblume bei Regen weit geöffnet. Die Blüten der Pflanze enthalten viel Nektar und Pollen.

Ende der Blütezeit

Die Blütezeit hält durchschnittlich zwei bis drei Monate an, sodass die Blume zwischen April und Juni verblüht. Die zweite Blühphase endet durchschnittlich im Oktober. Aus den befruchteten Fruchtblättern bilden sich dann kleine Balgfrüchte. Die reifen Samen der Pflanze sind dunkelbraun gefärbt.

Sumpfdotterblume – Schneiden und Pflege

Auch wenn die Blumen oft wild wachsen und keinen hohen Ansprüche an die Pflege stellen, kann ein Schnitt das Wachstum und die Gesundheit der Pflanze fördern.

  1. Mit einer scharfen Schere werden die welken Blüten nach der Blühzeit abgeschnitten. Das lichtet die Blume nicht nur aus, sondern fördert auch die zweite Blüte.
  2. Welkes Laub und tote Zweige werden ebenfalls entfernt. Das frische Laub bleibt an der Pflanze und dient im Winter als Schutz vor Frösten.
  3. Der beste Zeitpunkt für den kompletten Rückschnitt ist im Januar oder Februar. Dann wird die Pflanze ein Stück über der Erde komplett abgeschnitten. Mit dem beginnenden Frühjahr können die Sumpfdotterblumen neu austreiben.

Winterhart

SumpfdotterblumenDas Überwintern der Pflanze in hiesigen Regionen stellt kein Problem dar. Die Sumpfdotterblume ist winterhart und frostfest. Auch der kräftige Wurzelballen kann die kalte Jahreszeit im Boden ohne Schaden überstehen. Das Laub und auch die welken Blätter sollten jedoch an der Pflanze bleiben. Beides dient als Schutz vor dem Wetter und vor Frost.

Wächst die Pflanze im Topf oder einem Kübel, sollte sie jedoch an einem frostfreien Ort überwintert werden. Die Garage oder auch der Keller eignen sich gut zum Überwintern.

Krankheiten der Pflanze

Die Sumpfdotterblume ist eine robuste und ausdauernde Pflanze, die trotz ihrer Schönheit auch von Krankheiten befallen werden kann.

  • Zu den Pilzerkrankungen gehört unter anderem der sogenannte Rostpilz, der sofort erkannt werden kann. Auf den Blättern der Pflanze bilden sich gelbe und braune Pusteln, die auch als Sporennester bezeichnet werden.
  • Von diesen Nestern aus wird nach und nach die gesamte Pflanze mit Rostpilz infiziert.
  • Die betroffenen Pflanzenteile sollten umgehend und großzügig entfernt werden. Zusätzlich kann die Behandlung mit einem Fungizid helfen.
  • Zudem sollte die Sumpfdotterblume möglichst keine Staunässe bekommen, da diese die Bildung von Pilzen fördert.

Sumpfdotterblumen – Pflege und Standort

Die Pflanzen benötigen einen nährstoffreichen und feuchten Boden. In Teichnähe wachsen die Pflanzen besonders gut und bilden viele Blüten. Die Pflanzen wachsen nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite, sodass sie eine kompakte Form bekommen und ausreichend Platz benötigen. Beim Einpflanzen sollte daher eine Mindestabstand von 30 cm zwischen den einzelnen Pflanzen beachtet werden.

Die Blumen können vom Frühjahr bis in den Herbst hinein gepflanzt werden. Als Dünger eignet sich  hochwertiger Kompost oder Hornspäne. Sumpfdotterblumen wuchern nicht, sondern wachsen nur dort, wo sie gepflanzt werden. Sie bekommen im Laufe der Zeit eine gleichmäßige Form und können nicht nur im Beet, sondern auch im Topf oder Kübel angepflanzt werden.

Caltha palustris – Verwendung und Bedeutung

 Im 15. Jahrhundert wurde die Sumpfdotterblume zum ersten Mal als Heilpflanze erwähnt. Das aus den Blumen gewonnene Wasser wurde zur Behandlung verschiedene Augenkrankheiten verwendet. Später wurde die Pflanze auch zur Behandlung von Gelbsucht eingesetzt. Auch gegen Menstruationsbeschwerden und als harntreibendes Mittel kann die Pflanze verwendet werden. In der Homöopathie findet die Blume noch heute Verwendung.

In der Vergangenheit wurde die Blume zum Färben verwendet und diente zudem als Nahrungs- und Genussmittel. Die Blätter der Pflanze wurden im Salat verarbeitet oder für den Geschmack und die Farbe als Beigabe im Essig genutzt. Als Ersatz von Kapern dienten die Knospen der Pflanze. Werden die einzelnen Pflanzenteile getrocknet, verliert die Sumpfdotterblume ihre Giftigkeit. Auch durch das Kochen können die Giftstoffe entfernt werden. Das Kochwasser wurde zu damaligen Zweiten mindestens zweimal erneuert, sodass möglichst viele Giftstoffe aus der Pflanze verloren gehen.

Auch im Aberglauben spielte die Dotterblume eine wichtige Rolle. Unter anderem sollte sie Hexen abhalten. Das Vieh wurde mit der Blume gefüttert, damit die aus der Milch hergestellte Butter immer eine schöne gelbe Farbe hat.

Daniela Lamberti
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