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Terrassenabdeckung und Terrassenüberdachung

Die Terrasse ist ein Rückzugsort, der nicht nur mit ausreichend Grünpflanzen bestückt sein soll, sondern auch viel Platz bietet, um sich auszuruhen und zu entspannen. Die Grundvoraussetzung für eine Terrasse ist ein angenehm großer Garten, indem die Terrasse einen guten Platz finden.

 
Terrassenabdeckung

Zudem sollte eine Terrassenabdeckung zum Schutz vorhanden sein. Man kann entweder zu einer Wetterschutzplane für die Terrassenmöbel greifen oder eine stabile Überdachung für die gesamte Terrasse nutzen.

Die Terrassenabdeckung rundet das Bild des Gartens nicht nur ab, sondern dient auch als Schutz vor der Sonne, vor Regen und anderen Wetterkapriolen. Mit dem richtigen Seitenschutz kann die Konstruktion auch einen guten Windschutz bieten. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten: Eine Terrassenabdeckung selber bauen oder eine Überdachung bauen lassen bzw. kaufen.

Terrassenabdeckung selber bauen möglich

Das Heimwerkerherz schlägt höher, wenn es um den Bau einer Terrassenüberdachung geht. Natürlich kann eine solche Überdachung ohne Probleme selbst gebaut werden. Es sind nur einige Vorbereitungen zu treffen.

  • gutes Material
  • Befestigungsmaterial
  • Werkzeug
  • eine helfende Hand
  • ein Plan
  • gutes Wetter

Die einfachste Möglichkeit eine derartige Abdeckung selbst zu bauen ist der sogenannte Bausatz. Im Bausatz sind alle notwendigen Materialien enthalten, die benötigt werden. Anbei gibt es eine Anleitung, wie die einzelnen Elemente aufgebaut werden müssen. Terrassenabdeckungen im Bausatz gibt es nicht nur in Aluminium, sondern auch aus Holz.

Im Grunde geht es beim Bausatz nur noch um den Aufbau, es muss kein Plan her und Materialien müssen auch nicht besorgt werden. Je nach Modell muss allerdings zuerst ein Fundament aus Beton gegossen werden, damit die Konstruktion einen festen Halt hat. Einmessen und der Bau sind auch mit Anleitung nicht einfach. Lieber einen zweiten Blick riskieren, bevor am Ende das Ergebnis nicht passt.

Wird eine Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung gebraucht?

In der Regel ist keine Baugenehmigung notwendig, aber das Bauordnungsrecht wird vom jedem Bundesland anders geregelt. Allerdings ist eine Terrassenabdeckung eine Veränderung im baulichen Sinne. Sie wird am Gebäude vorgenommen und streng genommen, muss eine Baugenehmigung vorliegen.

Um alle Faktoren auszuschließen hilft ein Besuch des gemeindlichen Bauordnungsamtes. Die Fachleute können direkt Informationen geben und zur Not auch bei der Beantragung einer Baugenehmigung helfen.

Welches Material für die Terrassenabdeckung?

TerrassenüberdachungDer wichtigste Faktor vor dem Bau einer Terrassenabdeckung ist die Frage nach dem Material. Zu den gängigsten Materialien für den Terrassenabdeckungsbau sind Aluminium, Holz und Stahl. Dabei spielt zuerst der Geschmack eine Rolle. Die eher naturverbundenen Heimwerker setzen auf Holz. Modernes Design und klare Strukturen sind mit Stahl oder Aluminium erreichbar. Beim Material ist es sinnvoll auf das Gebäude einzugehen.

Anschließend muss die Frage gestellt werden, ob die Abdeckung blickdicht oder eher transparent sein sollte. Die blickdichte Variante ist dann ratsam, wenn die Terrasse in Richtung Süden gesetzt ist. Im Sommer können auf der Terrasse schnell weit über 40 Grad entstehen. Davor kann eine blickdichte Überdachung schützen. Ein schattiges Plätzchen ist damit garantiert.

Allerdings bekommen die Räume, die unterhalb der Terrassenabdeckung liegen, weniger Licht. Transparente Überdachungen stehen für Leichtigkeit und sind eigentlich nur gegen Regen ein guter Schutz. Nachdem die Wahl getroffen ist, müssen die Materialien für die Überdachung ausgesucht werden.

  • Material für blickdichte Überdachung: Dachbahnen, Wellpappe, Schindeln und Dachziegel
  • Material für transparente Überdachung: durchsichtige Kunststoffe und Glas

Aufgrund der Überdachung wird dann auch das Restmaterial bestimmt. Bei schwerem Belagsmaterial muss die Grundkonstruktion robust und doppelt abgesichert werden. Kunststoffe sind in der Regel immer sehr leicht und bieten sich in verschiedenen Varianten an. Bei den blickdichten Überdachungen muss eine geschlossene Fläche vorhanden sein, damit die Belagmaterialien ausreichend Fläche zur Verfügung haben. Eine Sparrenkonstruktion reicht bei leichten Materialien.

Terrassenüberdachung  – Wichtige Tipps für die Konstruktion

Eine gut durchdachte Konstruktion ist das Grundgerüst einer Terrassenabdeckung. Sie muss mehrere Funktionen erfüllen. Sie muss:

  • das Eigengewicht tragen.
  • einwirkende Kraft nach unten ableiten.
  • einen sicheren Stand haben.
  • eine starke Unterkonstruktion haben.
  • stark mit dem Boden und dem Gebäude verankert sein.
  • für Schneelast ausgerichtet sein.
  • leichte Gefälle aufweisen, zur Schnee- und Regenableitung.

Pflege und Wartung

Die verwendeten Materialien sind für den Pflege- und Wartungsaufwand verantwortlich. Bei einer Terrassenabdeckung aus Holz ist der Aufwand am größten. Einmal im Jahr muss das Holz eingeölt oder lasiert werden. Dadurch haben Feuchtigkeit und Nässe keine Chance, das Holz anzugreifen oder zu vernichten. Diese Arbeit ist bei einer Terrassenüberdachung aus Stahl oder Aluminium nicht notwendig. Einmal im Jahr sollten alle tragenden Bauteile genau überprüft werden.

Idealerweise bietet sich da der Frühling an. Alle Verbindungen, alle Winkel und alle Schrauben sollten genau überprüft und nach Bedarf festgezogen oder ausgetauscht werden. Die Dichtigkeit aller Elemente muss ebenfalls kontrolliert werden. Eventuelle Schäden direkt ausbessern, damit die Terrassenabdeckung keinen unreparierbaren Schaden nimmt. Außerdem bleibt der Versicherungsschutz, falls vorhanden, nur bei Abdeckungen bestehen, die regelmäßig gewartet werden.

Anleitung zum Selbstbau

Eine Terrassenabdeckung beginnt mit dem Fundament. Das Fundament muss mit Beton gegossen werden, damit die Pfosten einen perfekten Halt aufweisen und auch bei starken Stürmen nicht von der Stelle weichen. Danach kommt das Tragwerk. Das Tragwerk muss in einzelnen Schritten aufgebaut werden.

  1. Zuerst müssen die Pfostenfundamente gegossen werden. Dabei ist es wichtig, das alle Pfostenträger auch der gleichen Höhe sind. Sollte auf ein Fundament verzichtet werden, bieten sie Aufschraubhülsen an.
  2. Die Holzpfosten werden nun in den Träger oder die Aufschraubhülse gesetzt. Das Ausrichten ist anschließend an der Reihe. Idealerweile sind zwischen dem Holz und dem Pfostenboden 1cm Platz. Aufkommende Feuchtigkeit kann so das Holz nicht erreichen. Den Holzpfosten nun mit Schrauben fixieren. Dazu eignen sich spezielle Holzschrauben.
  3. Anschließend müssen die Balken an der Hauswand positioniert und festgemacht werden. Idealerweise sind die Balken mit 10 Grad Gefälle angebracht werden. Zum Anbringen eignen sich Dübel und Schrauben.
  4. Die Querbalken mit den Stützen, mit Hilfe von Winkeln, verschrauben.
  5. Die Auflegerbalken an den Pfosten befestigten. Dazu eignen sich Winkelverbinder.
  6. Die Dachlatten nun auf die Sparren legen und verschrauben.
  7. Alle Holzelemente mit Holzschutzlasur bestreichen.
  8. Die Abdeckung auf der Grundkonstruktion anbringen und gut befestigen.
  9. Zum Schluss kann eine Dachrinne montiert werden.
Daniela Lamberti
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