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Tomatengewächshaus

Heutzutage gibt es viele Hobbygärtner, welche ihr Obst und Gemüse selbst anbauen und züchten. Gerade für Tomaten muss einiges an Pflege beachtet werden, damit das Gemüse reif und gleichzeitig auch schmackhaft wird.

 
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Wichtig ist, diese vor den ständig wechselnden Wetterbedingungen erfolgreich zu schützen und somit ist es essenziell, die optimalen klimatischen Bedingungen zu schaffen. Dafür eignet sich super ein Tomatengewächshaus.

Tomatengewächshausarten: Groß und Klein

Tomaten können entweder in der freien Luft gedeihen, jedoch ist es sicherer, das Gemüse in einem sogenannten Tomatengewächshaus zu züchten, damit diese von den Wetterbedingungen optimal geschützt werden. Außerdem muss man Tomaten vor sämtlichen Schädlingen schützen, welche schnell die Ernte ruinieren könnten.

Beim Kauf eines Tomatengewächshauses ist es wichtig auf einige Kriterien zu achten. Dazu zählen das Material, die Größe und die Luftzufuhr. Welches Gewächshaus für die Tomaten das Richtige ist, unterscheidet sich je nach Tomatensorte.

Tomatengewächshaus bauen

Tomatengewächshäuser können für Handwerksbegabte auch ganz leicht selbst gebaut werden. Die wichtigste Voraussetzung hängt jedoch nicht von der Bauweise ab, sondern von einem schön, warmen, sonnigen Plätzchen.

Das Tomatengewächshaus muss deshalb robust gebaut werden, damit die Tomaten von Wind und Wetter geschützt sind. Das Häuschen sollte nach Süden aus ausgerichtet sein, damit ausreichend Sonne an die Tomaten herankommt.

 

Das Grundgerüst kann aus einfachem Holz aufgestellt werden und das Dach aus lichtdurchlässiger Wellplatte, sollte vor Regenwasser schützen. Wichtig ist, dass das Dach über die Holzkonstruktion hinaussteht.

Tomaten anbauen: So funktioniert’s

Vorerst sollte man zum Tomaten anbauen den richtigen Zeitpunkt finden. Da Tomaten extrem kälteempfindlich sind, ist es ratsam die Keimlinge nicht direkt im Freien auszusäen. Die passende Bodenbeschaffenheit ist dabei essenziell.

Der richtige Zeitpunkt für das Aussähen ist, nach den „Eisheiligen“. Die Eisheiligen sind Gedenktage der Heiligen und der Zeitpunkt ist in der Regel Mitte Mai. Trotz allem ist es wichtig, die Pflanzen nachts ins Haus zu holen, solange die Temperatur in der Nacht unter 15 Grad beträgt.

In einem Gewächshaus, können die Pflanzen allerdings schon ab Mitte Mai ausgesät werden. Das Gewächshaus bietet den Pflanzen ausreichend Schutz vor Frost, welcher extrem schädlich sein kann.

Egal ob im Beet, Kübel oder Tomatengewächshaus, die Pflanzenbedürfnisse verändern sich nicht und bleiben gleich. Der Ort der Pflanze sollte sonnig und warm sein und das Pflanzenloch mindestens so tief, dass 50 % der Tomatenpflanze mit Erde bedeckt ist, wenn die Löcher wieder geschlossen werden.

Tomaten richtig düngen

Bevor die Tomatenpflanze in den Boden gesetzt wird, ist Düngen Voraussetzung für ein erfolgreiches Wachstum der Pflanze. Geeignete Düngemittel sind:

  • Brennseljauche
  • Pferde- Rindermist
  • Tomatendünger aus dem Handel

Pflege und Gießen der Pflanze

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Nach dem Aussähen sollte pro Tag mindestens ein halber Liter Wasser gegeben werden, damit die Pflanze nicht austrocknet. Die Pflanzen werden im Nu in die Höhe wachsen und werden tatsächlich bis zu 2,5 Meter hoch. Deshalb sollte man darauf achten, dass die Pflanzen genügend Platz nach oben haben.

Sinnvoll ist es, an den Strängen der Tomatenpflanze, Stützen zu befestigen, damit ein Knicken unmöglich wird. So halten die Ranken auch bei Wind stand.

Kleine Tomaten- und Foliengewächshäuser

Hobbygärtner, welche für ein Tomatengewächshaus zu wenig Platz zur Verfügung haben, für diese gibt es auch die kleine Variante. Der Vorteil daran liegt darin, dass das Häuschen nicht viel Platz wegnimmt, jedoch die Tomaten vor Wind und Wetter schützt.

Bei Foliengewächshäusern ist das Prinzip das Gleiche. Das Foliengewächshaus bietet den Tomaten- aber auch anderen Gemüsearten die optimalen Bedingungen, wachsen zu können. Durch die optimale Verarbeitung von Foliengewächshäusern werden die Pflanzen vor Wetterbedingungen geschützt und Insekten bleiben fern. Die Temperatur ist warm und feucht.

In Tomatengewächshäusern können auch ohne Probleme andere Gemüsesorten, die das Warme und Feuchte lieben, angepflanzt werden. Andere Gemüsearten können sein:

  • Paprika
  • Gurken
  • Kohl
  • Porree
  • Salat
  • Bohnen

Jedoch gelten für diese Gemüsearten andere Bedingungen als für die Tomate.

Mögliche Schädlinge im Tomatengewächshaus

Im Garten tummeln sich einige Ungezieferarten, die schädlich für das eigene Obst und Gemüse sein können. Welche das sind, wie man vorbeugt und wie man diese letztendlich loswird, wird im Folgenden ausführlich beschrieben.

Blattläuse

Im Frühsommer, in der Blütezeit kriechen sie aus ihren Löchern – die Blattläuse. Nicht nur Salate werden befallen, auch Tomaten sind sehr beliebt bei den Plagegeistern. Dabei sind es bei Tomatengewächsen auch die häufigste Art der Schädlinge.

Bei starkem Befall, welcher ausschließlich auf den Blättern stattfindet, kräuseln diese sich ein wenig und können somit die Blätter nachhaltig schädigen.

Die Schädlinge werden über Krankheiten übertragen, welche sich auch auf die Pflanze auswirken.

Vorbeugung:

Diese Art von Schädlingen vermehren sich rasant und sind kaum aufzuhalten. Pro Woche verzehnfacht sich der Befall. Durch ausreichendes Gießen und Düngen, wird dem Befall vorgebeugt und ein sonniger Standort führt zu dickeren, unzulässlichen Blättern.

Behandlung:

Es gibt mehrere Möglichkeiten Blattläuse zu behandeln. Eine Möglichkeit wäre, an die Pflanzen Knoblauchzehen zu setzen, diese schrecken größtenteils Blattläuse ab und halten sie fern. Im Tomatengewächshaus kann auch der Einsatz von Florfliegen, Marienkäferlarven oder Gallmücken stattfinden.

Auch eine Seifenlauge ist eine kostengünstige Alternative. Einfach lauwarmes Wasser mit Seife mischen und mehrmals am Tag auf die Pflanze spritzen.

Spinnmilben

Diese Art von Schädlingen befallen häufig zuerst Paprika und Chili und übergreifen schließlich zu den Tomaten. Diese erkennt man oftmals an der Verfärbung der Blätter.

Vorbeugung:

Am liebsten befallen die Schädlinge Tomaten, die sowieso schon geschwächt sind. Ausreichend Wasser und Dünger können den Befall vorbeugen. Dabei hilft eine Mulchschicht (diese kann aus Rasenschnitt bestehen) um die Tomatenpflanze herum, die für ausreichend Wasser sorgt. Diese hält die Feuchtigkeit konstant und ein Austrocknen ist beinahe unmöglich.

Falls die Luft im Tomatengewächshaus zu trocken sein sollte, ist es sinnvoll diese feuchter zu halten, jedoch nicht zu hoch, da eine hohe Luftfeuchtigkeit zu Pilzbefall führen kann. Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu lüften.

Bekämpfung:

Die stark befallenen Blätter sollten sorgfältig entfernt und ohne Umwege entsorgt werden. Mit einem Sud aus Neemöl kann die Pflanze bespritzt werden. Auch mit chemischen Mitteln können diese Art von Schädlingen bekämpft werden, jedoch ist die biologische Variante besser für die Pflanze.

Die Spinnmilbe hat – wie viele Schädlinge – auch natürliche Feinde. Nützlinge wie die Gallmücke oder Raubmilbe können bequem im Internet bestellt werden und so wird man den Spinnmilbenbefall auf natürliche Weise auch im Tomatengewächshaus, schnell los.