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Trampolin: Kleiner Garten – Welche Modelle?

Nahezu alle Eltern, die einen eigenen Garten besitzen, stehen irgendwann vor der Frage, ob man seinen Kindern den Spaß eines Trampolins im Garten gönnen sollte. Meist kommt dieser Wunsch seitens der Kinder eines Tages auf.

 
Kind auf Trampolin

Es gibt gute Gründe, die dafür sprechen, ihnen diesen Wunsch zu erfüllen, jedoch spielen bei der Wahl des richtigen Trampolins für den kleinen Garten einige Faktoren eine wichtige Rolle, die weit über den Kostenfaktor hinausgehen.

Wahl des richtigen Trampolins für den kleinen Garten

Trampoline sind die Nachfolger der ursprünglich oft genutzten Hüpfmatratze. Die moderne Trampolinvariante, die in immer mehr Privathaushalten und -Gärten genutzt wird, kannte man zunächst nur aus Zirkusaufführungen.

Zwar ähneln sich moderne Trampolingeräte grundsätzlich in ihrem technischen Aufbau, dennoch gibt es einige Unterschiede und Anforderungen, die man kennen sollte, um das passende Modell zu wählen.

Um aus der schier unendlichen Auswahl an Trampolinmodellen das richtige Gartentrampolin zu finden, wenn nur ein kleiner Garten vorliegt – nachfolgend zunächst ein kurzer allgemeiner Überblick über die unterschiedlichen Varianten.

  1. Kinder-Trampolin
    • Bereits ab 3 Jahren benutzbar
    • Sowohl Indoor- als auch Outdoorvarianten möglich
  2. Boden-Trampolin
    • Variante des Gartentrampolins
    • Nur Outdoor verwendbar
    • Im Boden versenkt & verankert
  3. Gartentrampolin
    • Das „große“ Kindertrampolin
    • Ausschließlich für den Outdoor-Bereich
    • Von mehreren Kindern zugleich nutzbar (je nach Größe und maximaler Belastung)
  4. Haustrampolin / Minitrampolin
    • Klassisches Modell, bekannt aus Schulsport
    • Deutlich kleiner
    • Nur für Innenbereich
  5. Fitnesstrampolin
    • Für Indoor-Bereich
    • Kleine Größe
    • Nur für „Springen auf der Stelle“ verwendbar
    • Eher Sportgerät als Spaßfaktor
  6. Aufblasbares Trampolin/ Trampolin ohne Federn
    • Preiswerte Alternative zum klassischen Gartentrampolin
    • Körper aus Kunststoff, somit kaum Verletzungsgefahr
    • Schneller Auf- und Abbau
    • Deutlich kleiner, nur von einer Person nutzbar

Aufgrund der verschiedenen Arten sollte somit vorab überlegt werden, welchen Nutzen das Trampolin haben soll:

 
  • Möchte man alleine oder mit mehreren springen?
  • Soll das Trampolin vorwiegend als Fitnessgerät oder zum Spaß genutzt werden?
  • Wie alt ist das Kind?
  • Soll das Trampolin langfristig genutzt werden können, auch wenn das Kind größer wird?
  • Soll das Trampolin innen oder außen genutzt werden?
  • Wie viel Platz hat man zur Verfügung?

Gartentrampolin: Ein kleiner Garten ist kein Hindernis

Dieser Artikel soll sich grundsätzlich nur mit den Outdoor-Varianten beschäftigen, insbesondere mit der Frage, welche Möglichkeiten man auch in einem kleinen Garten hat, um seinen Kindern das Vergnügen eines Trampolins zu gönnen.

Die kleinsten Outdoor-Trampoline sind aufblasbare Modelle oder Bodentrampoline. Beide Arten bieten neben dem günstigeren Preis den Vorteil, dass die Verletzungsgefahr als eher gering einzustufen ist, da keine großen Sprünge oder ein Salto möglich sind. Hierin besteht jedoch zugleich der Nachteil dieser Produkte.

Aufgrund der kleinen Sprungfläche und geringen Federung eignen sich diese Modelle eher als Einsteigervariante und zum „auf der Stelle springen.“ Einen guten Einstieg und als spaßiges Trainingsgerät zur Steigerung der körperlichen Fitness eignen sie sich allemal.

Des Weiteren bieten sie den Vorteil, dass sie wenig Anforderungen stellen, beide können auf kleiner Fläche genutzt werden. Bodentrampoline werden ebenerdig in den Boden eingelassen und verankert, weshalb zuvor ein entsprechendes Loch ausgehoben und das Trampolin verankert werden muss.

Die aufblasbaren Modelle hingegen lassen sich jederzeit und ohne Vorbereitung auf- bzw. wieder abbauen.

Größere Trampolin-Modelle für den Garten

Größere Trampolin-Modelle für den Garten bieten deutlich mehr Spaß und Abwechslung, jedoch muss hierfür vorab mehr beachtet werden. Die Modelle sind in den unterschiedlichsten Größen und Formen erhältlich, es gibt sie in eckig, rund und oval.

Die Maße variieren von circa 150cm bis zu mehreren Metern. Welche Größe man hierfür wählen sollte, hängt von einigen Faktoren ab. Zum einen muss bei allen Geräten ein Mindestabstand zu Zäunen, Mauern, Hauswänden oder Ähnlichem eingehalten werden, damit das Verletzungsrisiko so niedrig wie möglich gehalten werden kann.

Zudem sollte man die maximale Belastungsgrenze beachten. Einige Modelle halten deutlich mehr Gewicht aus als andere. Möchte man mehreren Kindern zeitgleich die Möglichkeit des Sprungspaßes bieten oder sogar als Erwachsener mal springen, benötigt man ein Gerät mit einer größeren Sprungfläche und einer höheren Belastungsgrenze.

In einem Kleingarten ist dies jedoch meist nicht möglich, die Größe des Gartens (inkl. eingerechnetem Sicherheitsabstand) schränkt die Auswahl somit vorab ein.

Trampolin – Wichtige Aspekte beim Kauf beachten

Kind auf Trampolin

Bei einem Gartentrampolin sollten einige Sicherheitsaspekte beachtet werden, um auf Dauer eine verletzungsfreie Nutzung zu garantieren.

  • Die Standbeine sorgen für einen stabilen Stand.
  • Auf gute Verarbeitung und hochwertiges Material sollte geachtet werden.
  • Auch die Form ist entscheidend, um Kippen oder Einsinken in evtl. weicheren Boden zu verhindern.
  • Die Rahmenabdeckung dient dem Schutz des Springenden vor Stahlrahmen und Sprungfeder, diese Abdeckung muss daher unbedingt gut gepolstert sein.
  • Auch die Netzstangen müssen gepolstert sein.
  • Der Rahmen muss so stabil und hochwertig wie möglich sein.
  • Das Sprungtuch sollte aus wetterbeständigem Material mit einer UV-Beschichtung bestehen, da es durch Sonneneinstrahlung sonst rissig werden kann.
  • Die Metallstäbe sollten rostabweisend sein, da Regen sonst zu einer Qualitätsminderung führen kann.

Einer der wichtigsten Faktoren ist das Anbringen eines Sicherheitsnetzes, weshalb die Trampoline auch oft als Springkäfig bezeichnet werden. Da die Netze in einem gewissen Maße nachgeben, muss der Sicherheitsabstand zur Umgebung dennoch beachtet werden. Alle Modelle und einzelne Teile müssen regelmäßig gewartet werden, um eine lange und sichere Lebensdauer zu garantieren. Auf TÜV-Zertifikation oder das Intertek/GS-Prüfzeichen sollten Sie achten.

Weitere individuelle Aspekte beim Trampolinkauf

Grundsätzlich stellt jeder Käufer andere Anforderungen, von denen viele aber allgemein sinnvoll sind. Der Käufer sollte sich über die Bodenbeschaffung seines Gartens Gedanken machen.

Sollte das Trampolin auf dem Rasen stehen, kann eine Verankerung mithilfe von Sicherheitshaken sinnvoll sein, da es hier oft uneben steht oder der Boden infolge von längerem Regen aufweichen kann, was ein Einsinken begünstigt.

Befestigt man das Trampolin auf diese Weise am Boden, lässt es sich jedoch nicht mehr schnell wegräumen. Viele moderne Modelle sind recht einfach zusammenklappbar, wodurch zum einen schnell wieder mehr Platz entsteht, das Gerät im Winter einfacher verstaut und vor Witterungen geschützt werden kann und vor allem die Qualität des Rasens deutlich verbessert wird.

Eine dauerhafte Positionierung an einer festen Stelle, macht nicht nur das Rasenmähen unmöglich, auf Dauer wird der Rasen unterhalb des Sprungtuches eingehen.

Ein weiterer praktischer Aspekt sind einzeln nachkaufbare Ersatzteile, sollte nach einiger Zeit der Nutzung etwas beschädigt sein. Zusätzliche Eigenschaften wie ein Wasserablauf – dieser ermöglicht eine zügige Nutzung nach Regen ohne den Aufwand einer Reinigung – und eine Abdeckung für die Winterzeit können individuell als Bonus betrachtet werden.

Eine meist optional erwerbbare Leiter ist insbesondere für kleinere Kinder empfehlenswert, da diese den Ein- und Ausstieg vereinfacht und somit Verletzungen vorbeugt.

Trampoline für draußen – Hersteller für den kleinen Garten

Namhafte Hersteller sind unter anderem:

  • Berg Toys
  • Hudora
  • Kinetic
  • Ultrasport
  • Songmics
  • Ampel
  • Skywalker
  • Klarfit

Auch Discounter haben in der Gartensaison regelmäßig Gartentrampoline im Angebot. Wer ein Modell für kleines Geld sucht und die nötigen Sicherheitsaspekte beachtet, kann sicherlich auch hier fündig werden.

Auch Trampolin-Ausstellungen bieten eine gute Möglichkeit, sich die verschiedenen Modelle vor Ort einmal anzusehen, auszutesten und sich beraten zu lassen.

Gartentrampolin – Stiftung Warentest & Öko-Test

Bisher haben sich weder Stiftung Warentest noch Öko-Test dieses Themas angenommen. Lediglich Stiftung Warentest weist in einer kurzen Meldung aus dem Jahr 2014 darauf hin, dass auf ein regelmäßiges Austauschen des Sicherheitsnetzes zu achten ist, da dieses unter gewissen Umständen bereits nach einer Saison erhebliche Mängel aufweisen kann.

Regeln für die Nutzung

Das Trampolin darf nur barfuß genutzt werden, damit die Sprungmatte nicht beschädigt wird. Haustiere sind auf dem Trampolin tabu. Wichtig: Keine scharfen Gegenstände im Umfeld des Gartentrampolins.

Zudem ist ein ausreichender Abstand zu Gartengrill einzuhalten. Es gilt ein absolutes Rauchverbot auf oder um das Trampolin. Während der Benutzung darf nicht gegessen oder getrunken werden, die Verschluckungsgefahr wäre hierbei zu hoch.

Bei einem evtl. Ortswechsel durch Verschieben immer beachten, dass alle Teile (z.B. Beine) parallel verschoben werden, um die Stabilität einzuhalten. Über den Winter sollte das Trampolin im besten Falle abgebaut und im Keller oder Ähnlichem verstaut werden, da Frost und Schneelast Schäden hinterlassen können.

Man beachte, dass auch geistig die Nutzung eines Trampolins von Vorteil sein kann. Durch Sport generell, aber insbesondere durch das Gefühl des freien Flugs werden Glückshormone ausgeschüttet, was auch der seelischen Balance zugutekommt.

Des Weiteren kann vor allem bei eher unsicheren Kindern das Selbstbewusstsein gefördert werden. Traut sich ein Kind zunächst nicht, wirkliche Sprünge auszuführen und wird von Eltern oder Freunden sanft herangeführt, lernt es nach und nach, auf seine sportlichen Fähigkeiten zu vertrauen und mutet sich mehr zu.

Trampolin im kleinen Garten nutzen

Ein Trampolin im kleinen oder großen Garten kann auf viele Weise positiv für die Entwicklung eines Kindes sein. Eine absolute Sicherheitsgarantie kann nie ausgesprochen werden, da bei einem ungünstigen Aufprall oder Umknicken stets eine gewisse Restgefahr bleibt.

Beachtet man alle Sicherheitsaspekte, kann diese Gefahr jedoch möglichst klein gehalten werden. Auch in einem kleinen Garten kann das Projekt Trampolin realisiert werden, da die Auswahl an Geräten hierfür mittlerweile ausreichend groß ist.

Auch Erwachsene können viele der Modelle nutzen und somit selbst von der Anschaffung profitieren.

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