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Wacholderbeeren ernten

Der Wacholder wird gleichzeitig Juniperus genannt. Er gehört zur Pflanzengattung der Cupressoideae, die wiederum aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) stammt. Es gibt insgesamt circa 50 bis 70 Wacholder-Arten.

 
Wacholderbeeren-giftig

Der Wacholderstrauch trägt Beeren, die gleichnamig Wacholderbeeren genannt werden. Nachstehend werden die Einsatzgebiete der Beeren beleuchtet und wie die Pflanzenart gepflegt werden kann. Wie und wann kann man die Wacholderbeeren sammeln bzw. ernten?

Wacholderbeeren pflanzen und ernten: Wann?

Das Anpflanzen von Wacholder bzw. Wacholderbeeren will gelernt sein. Um Wacholderbeeren reichhaltig im Garten ernten zu können, brauchen Gartenbesitzer mehr als nur einen Strauch. Denn die Sträucher sind geschlechtlich getrennt. So bringen die weiblichen Sträucher die Früchte. Sie brauchen jedoch die männlichen für die Befruchtung.

Der richtige Standort ist sehr wichtig, um die Wacholderbeeren nach ein paar Jahren ernten zu können. Hier ist allerdings Geduld gefragt. Die günstigste Variante ist im Verhältnis von eins zu drei zu sehen: Ein männlicher Strauch zu drei weiblichen Sträuchern.

Dies trägt zur Effizienz der Ernte bei. Bevor es zur Ernte geht, gilt es sich deshalb zu vergewissern, damit die Bestäubung stattfinden und die Wacholder überhaupt geerntet werden kann.

Folgende Standorte sollten für die Pflanzen gewählt werden:

  • Ideale Pflanzzeit ist April und der Herbst.
  • Der Standort sollte sonnig und hell gewählt sein.
  • Kalkhaltiger Boden ist vorteilhaft.
  • Ein gutes Gedeihen wird zwischen Steinpalme, Erika und Mahonie begünstigt.

Da die Blutpflaume oftmals mit den Wacholderbeeren zusammen in einem Atemzug genannt wird, soll auf sie unten als Exkurs eingegangen werden.

Wann ist die optimale Wacholderbeeren Erntezeit?

Die Wacholder Zapfen müssen blauschwarz gefärbt sein, sodass sich dann der Spätherbst zum Einsammeln der Früchte eignet. Grüne Wacholderbeeren sollten noch nicht geerntet werden, da sie unreif sind.

Dementsprechend lässt sich der ideale Zeitpunkt einfach erkennen. Am besten bietet sich eine Ernte im Zeitraum zwischen August und Anfang September an. Allerdings dürfen die grünen Beeren nicht entfernt werden, um sie dann im nächsten Jahr ernten zu können. Da der Wacholderstrauch Stacheln aufweist, sollte man die Beeren nur mit einem Tuch oder mit Handschuhen einsammeln.

Einsatz von Wacholderbeeren

Wacholderbeeren haben diverse Verwendungszwecke. Zunächst kann sich der Gärtner bzw. Gartenbesitzer mit dem Wacholder über eine dekorative Fruchtpflanze freuen.

Im Haushalt und der Küche können Wacholder und dessen Beeren in folgender Form zum Einsatz kommen:

  • Wacholder ist ideal für die Heilkunde. Als Tee wirkt er gegen Sodbrennen und fördert die Verdauung sowie die Harnausscheidung. Er sollte jedoch nicht komplett als Diuretikum-Ersatz fungieren, sondern zusammen mit einem Medikament genommen werden. Zudem wirkt Wacholder unterstützend bei der Rheuma- und Gichttherapie.
  • Für die Getränkeherstellung dient Wacholder oftmals als Alkoholgewinnung. Der klassische Wacholderschnaps und weitere Alkoholika werden aus ihm gewonnen.
  • Die Wacholderbeeren werden im getrockneten Zustand oftmals beim Räuchern eingesetzt. Auch beim Pökeln kommen sie als Beilage hinzu, um so dem Fleisch oder Fisch einen besseren Geschmack zu verleihen.
  • Zum Verräuchern können die Zweige genommen werden. Der Duft ist angenehm und die Rauchentwicklung nur mäßig.

Sind Wacholderbeeren giftig?

Wacholderstrauß

Dies sollte zunächst geklärt werden, bevor sich der professionelle oder leidenschaftliche Hobbykoch an die Zubereitung der Beeren macht. Die Beeren und ebenso die Nadeln enthalten leicht giftige ätherische Öle, die bei Kontakt oder Verzehr zu Reizungen führen können. Die Beere vom Juniperus communis bildet eine Ausnahme, denn nur sie alleine ist eindeutig giftig.

Eine Überdosierung der Beeren könnte zu folgenden Erscheinungen führen:

  • Nierenschmerzen
  • Nierenversagen
  • Leberschädigung
  • Hautreizungen
  • Steigerung der Herztätigkeit sowie Atmung
  • Selten erscheinen Krämpfe, Rötung der Haut bis zur Blasenbildung

Aus diesen Gründen sollten Erwachsene die maximale Dosis von 2 g nicht überschreiten. Personen mit Nierenerkrankungen sollten ganz auf den Verzehr verzichten.

Blutpflaumenbaum – Merkmale

Die Blutpflaume ist eine rotlaubige Sorten aus dem Bereich der Kirschpflaumen oder aus Kreuzungen der Kirschpflaume mit rotlaubigen Sorten entstanden. Sie wächst als kleinerer Baum, der maximal 15 Meter hoch werden kann, oder als größerer Strauch heran.

Die Blüten des Baums sind aufgrund ihrer Färbung äußerst dekorativ im Gartenbereich. Besonders interessant sind die Blütenstände der Prunus cerasifera „Nigra“, die roséfarben bis weißlich erscheinen.

Blutpflaume schneiden

Das Schneiden der Blutpflaume geht durch einfaches Stutzen. Oftmals sind es Sträucher, die sich der Gartenbesitzer meist in einem Baumarkt zulegt. Diese sind ziemlich robust und einfach in ihrer Handhabung. Am besten lässt der Gärtner den Baum noch ausblühen und schneidet ihn im Mai. Die jungen Pflanzen können einmal pro Jahr und ältere Bäume am besten alle drei bis vier Jahre geschnitten werden.

Einzelne Triebe, welche den harmonischen Gesamteindruck des Baums stören, können das ganze Jahr über geschnitten werden. Die Äste in der Baumkrone sollten circa 20 cm behalten, damit die Blüten ausreichend Licht bekommen und sich genügend Früchte dadurch bilden.

Folgende Äste sollten auf jeden Fall geschnitten werden:

  • Nach innen wachsende Äste
  • Zwei sich berührende Äste
  • Wasserschosse
  • Nach oben rankende Triebe

Blutpflaume: Früchte und deren Erntezeit

Wenn die Schneidregeln wie oben geschildert beachtet werden, können viele Früchte geerntet werden. Die Früchte sind jedoch meist recht klein. Mit Beginn ihrer Blütezeit, beginnt gleichzeitig, wie bei anderen Obstbäumen, die Entwicklung der Früchte, die bis zu fünf Monate andauert. Am besten können sie im September geerntet werden.

Normalerweise kann der Gärtner die Früchte gut ohne Handschuhe pflücken. Sind sie allerdings bereits sehr reif, können sie beim unachtsamen Hantieren schnell kaputt gehen. Daran lässt sich gleichsam erkennen, ob sie völlig reif sind: an der dunkelroten Verfärbung erkennt der Gärtner den derweiligen Reifestatus.

Hannah Meissner
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