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Weihnachtsstern draußen pflanzen

Der Weihnachtsstern gehört bereits seit mehr als 100 Jahren zu den beliebtesten Zimmer- und Topfpflanzen. Zunächst kam die Pflanze nur in Afrika und Südamerika vor, verbreitete sich aber durch Botaniker auf der ganzen Welt. Einen Weihachsstern draußen pflanzen ist jedoch aufgrund der Temperaturunterschiede kein leichtes, aber auch kein unmögliches Unterfangen.

 
Weihnachtsstern-draußen-verpflanzen

Die Christ-, Advents- oder Weihnachtssterne stammen ursprünglich aus Südamerika und wurden später in die gesamte Welt importiert. Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) trägt noch einen alternativen Namen, nämlich Poinsettie und gehört zur Pflanzengattung der Wolfsmilchgewächse.

Die Pflanzen wurden durch gezielte Züchtung für die klimatischen Bedingungen in Europa und Nordamerika angepasst, sodass sie auch kälteren Temperaturen besser widerstehen können. Zu kalt darf es jedoch immer noch nicht sein.

Adventssterne – Ursprung und Herkunft

Der Name Poinsettie stammt aus der Hand des Historikers William Prescott, der nach einem besseren Namen suchte, um die von ihm geliebte Pflanze besser zu vertreiben. Er widmete die Pflanze dem Entdecker und Eroberer von Mexiko Poinsett. Die moderne Form der Pflanze geht auf deutsche Züchtungen in der Nachkriegszeit zurück.

Neben den Zuchtexemplaren wachsen die Pflanzen auch verwildert in Äquatornähe, den karibischen Inseln sowie in Australien. Die käuflich erwerbbaren Pflanzen stammen dabei meistens aus einheimischer Zucht in abgedunkelten Gewächshäusern. Den Status als Blume der Weihnachtszeit erhielt die Pflanze zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Weihnachtssterne kommen in unterschiedlichen Farbvarianten von Hellrosa bis Weinrot vor und ergeben durch ihre „besinnliche“ Färbung die perfekte, natürliche sowie optische Ergänzung für die Adventszeit.

 

Weihnachtsstern draußen einpflanzen

Sehr viele Pflanzen überdauern bei sorgsamer Haltung die Winterzeit und lassen sich im Sommer in den Garten übersetzen. Um einen Weihnachtsstern draußen einpflanzen zu können, müssen jedoch gewisse Vorkehrungen getroffen werden.

Der Weihnachtsstern ist eine Schattenpflanze und reagiert sehr sensibel auf Kälte, Zugluft und übermäßigen Sonnenschein. Das bedeutet, dass er sich mehr als 12 Stunden im Dunkeln befinden muss und es am besten niemals weniger als 5 Grad Celsius kalt wird. Innerhalb der Blütezeit liegt die untere Grenze bei mindestens 15 Grad.

Grundsätzlich sollte der Christstern erst draußen eingepflanzt werden, wenn die Temperaturen ein stabiles Niveau erreicht haben, da eine Rückkehr des Frosts ihn empfindlich schädigen kann. Um das Gewächs nicht unnötig zu belasten und seine Wurzeln zu schonen, kann man es auch mit dem Topf in den Vorgarten einpflanzen.

Richtige Pflege und Schneiden von Weihnachtssternen

Ein Weihnachtsstern ist keine besonders anspruchsvolle Pflanze, was die richtige Pflege und das Schneiden betrifft, aber auf einige kleine Merkmale sollte man dennoch achten. Bevor der Weihnachtsstern entweder mit oder ohne Topf nach draußen in den Garten wandert, sollten alle verwelkten Blätter sorgsam abgeschnitten und entfernt werden.

Ein Weihnachtsstern kann mehrjährig gehalten werden, wenn man ihm die richtige Fürsorge zukommen lässt. Nach dem April sollte er bereits buschig gewachsen sein, sodass eine Verkürzung um ein Drittel des Wuchses, neue Verästlungen anregen kann. Dies sollte auch spätestens die Zeit sein, dem Gewächs neues Substrat hinzuzufügen.

Weihnachtssterne benötigen nicht viel Wasser. Das Gegenteil ist zumeist der Fall. Werden sie bis zum Eingehen getränkt, können sie die Wassermengen nicht verarbeiten. Ein solcher Guss schadet dem Gewächs auf Dauer massiv. Im Winter muss die Pflanze zudem nicht gedüngt werden, im Sommer hingegen kann alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger als Ergänzung zum Gießwasser hinzugegeben werden. Hier gibt es alle Details zum Thema: Weihnachtsstern gießen und zurückschneiden.

Tipps bei der Pflege von Poinsettie

Die häufigste Todesursache von Christsternen ist Ertrinken und Verfaulen. Es gibt jedoch eine Methode, die es erlaubt das Ableben der Zimmerpflanze zu verhindern. Dazu muss man das Gewächs in ein Gefäß Wasser tunken und warten bis die Blasenbildung durch den Sog der Erde ausgesetzt hat. Im Anschluss wird der Wurzelballen gehoben, bis das überschüssige Wasser abgetropft ist.

Man sollte zudem immer Vorsicht beim Einkauf walten lassen, denn vielfach kauft man sich bereits eine absterbende Pflanze. Discounter oder Gartencenter, die das Gewächs im Eingangsbereich ausstellen, riskieren das Erfrieren der Pflanzen durch Zugluft. Solche Pflanzen überleben schwerlich bis ins nächste Jahr.

Wintersterne nach draußen verpflanzen

Eine besondere Sorgfalt gilt dem kritischen Moment, wenn man die Zimmerpflanze aus ihrem Topf entfernt, obwohl dies nicht notwendig ist. Bei der Entnahme ist es wichtig darauf zu achten, dass die Wurzeln der Pflanze nicht beschädigt werden, da sie ansonsten im Garten nicht genügend Nährstoffe aus der Erde ziehen können.

Draußen ist die Gefahr von Sonnenüberschuss wesentlich höher als im Haus, wodurch das Wohlergehen des Schattengewächses gefährdet ist. Die Pflanze muss weniger als 12 Stunden den Sonnenstrahlen ausgesetzt sein oder sie beginnt zu verwelken. Einen Winterstern nach draußen verpflanzen, ist also mit etwas Sorgfalt nicht zu schwer, man sollte nur im Vorfeld die notwendigen Vorkehrungen getroffen haben.

Der richtige Standort der Pflanze sollte also einige Merkmale aufweisen:

  • Schattig
  • Windgeschützt
  • Temperatur zwischen 15 und 22 Grad Celsius
  • Entfernt von Wärmequellen
  • Zugang zu lauwarmen Wasser

Wintersterne sind für einige Tiere, darunter auch viele Haustierarten, giftig oder erzeugen Hautreizungen bei Kontakt. Auch Kleinkinder sollten von der Pflanze ferngehalten werden.

Wintersterne überwintern und übersommern

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Um den Weihnachtsstern draußen pflanzen zu können, sollte er zu Beginn des Frühlings umgetopft werden. Diese Prozedur muss dann alljährlich wiederholt werden. Um die Pflanze sicher durch den Herbst zu bringen, darf sie im Sommer nicht die maximale Höhe an empfohlenen Sonnenstunden überschreiten, da sie sonst zu geschwächt in den Winter startet.

Eine weitere Gefahr ist ein jäher Kälteeinbruch. Wenn das Wetter sich rasch verändert und abkühlt, sollte der Weihnachtsstern sofort in die Wohnung zurückgeführt werden, damit er vor der kalten Luft und den sinkenden Temperaturen in Sicherheit ist.

Weihnachtssterne erblühen lassen

Die Weihnachtssterne erblühen bei guter und richtiger Pflege erst im Frühling. Sie sind jedoch leicht zu überlisten. Ungefähr sechs Wochen vor dem Wunschtermin des Erblühens sollte man sie in einen dunklen Raum stellen. Die Veränderung in den Lichtverhältnissen beschleunigt das Einsetzen der Blühphase, sodass sie auch vor dem regulären Termin sich von ihrer schönsten Seite zeigen.

Erblühte Weihnachtssterne eignen sich optimal zur Dekoration. Sie lassen sich mit Adventskränzen, Kerzen, Weihnachtskugeln oder Sternen zu schönen dekorativen Elementen umgestalten. Gerade die dunkelrote, natürliche Färbung kann genutzt werden, um schöne Kontraste mit Filz, Fell, Wachs oder Holz zu schaffen.

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