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Weinreben pflanzen

Die Weinrebe wird auch umgangssprachlich Rebe genannt und stammt aus der Gattung der Weinrebengewächse. Auf der Welt gibt es etwa 60 Arten der Weinrebe. Sie produziert Trauben, die zur Weinherstellung genutzt werden.

 
Weinreben

Das Weinreben pflanzen ist relativ einfach. Sie sind immer- oder sommergrüne Sträucher, die klettern. Es gibt kaum eine Frucht, von der es mehr Legenden, Sagen, Lieder und Gedichte gibt, wie von dem Saft der Trauben, die an der Weinrebe wachsen.

Geschichte der Weinrebe

Schon seit der Antike wird der Anbau von Weinreben im Mittelmeerraum unterstützt. Die Reben produzieren Trauben, die zur Herstellung von Wein genutzt werden. Die Römer sind verantwortlich für die Kultivierung der Weinreben, denn sie brachten die Pflanze aus Provinzen mit, die sie erobert hatten. Im Mittelalter waren überwiegend die Mönche für den Rebanbau zuständig.

Klimamilde Regionen waren perfekt für den Anbau. In Deutschland befinden sich die bedeutensten Weinanbauregionen dort, wo die Römer mit dem Anbau begonnen hatten. Aber auch in den Gärten können Weinreben angebaut werden. Diese speziellen Früchte sind extra für den Frischverzehr gezüchtet worden und sind sogar größer als die Beeren zur Weinherstellung.

Heimat der Weinrebe

Ursprünglich stammt die Weinrebe aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum. Auch heute wächst sie dort noch in Auwäldern und an der Donau. Die ersten gezüchteten Exemplare wurden in heutigen Syrien angebaut. Schon vor 7000 Jahren wurden Weinreben im heutigen Irak angebaut.

Die Weinrebe kann bis zu einer Wuchshöhe von 10m wachsen. Sie besitzt dünne Tribe und Sprosstriebe. Ihre Blätter sind zwischen 5 und 15cm lang. Die Blütezeit ist nicht nur sorten-, sondern auch klimaabhängig. In der Regel liegt der Zeitraum zwischen Mai und Juli.

Eigentlich wird die Weintraube der Weinrebe eher als Weinbeere bezeichnet und je nach Sorte ist die Färbung grüngelb, blauviolett oder rostrot. Im Folgenden sind einige der Tafeltrauben aufgezeigt, die im Hausgarten wachsen können.

  • Sorte Elegant sverhranny: Sie hat eine feine Muskatnote, besitzt feste und große Beeren und kann ab Mitte August geernet werden.
  • Sorte Calastra: Sie hat eine fein-süßliche bis fruchtig milde Säure, hat helle große Beeren und kann ab Anfang September geerntet werden.
  • Sorte Solotoi: Sie schmeckt fruchtig-süß, hat helle 1kg schwere Beeren und kann am Mitte September geerntet werden.
  • Sorte Original: Sie schmeckt mild bis süß-früchtig, hat gelb-orangene bis rose Beeren und kann ab Anfang Oktober geerntet werden.
  • Sorte Moldawa: Die schmeckt feinfruchtig bis süß, besitzt blaue ovale Beeren und ist ab Mitte Oktober erntebereit.

Standort von Weinreben

Damit die Weinrebe gut wächst braucht sie einen speziellen Standort. Idealerweise recht warm und vollsonnig. Dann kann sie gut ausreifen. Gerade in kühlen Regionen sollte auf ein gutes Kleinklima geachtet werden. Ideal ist ein geschützter Standort in Richtung Süden vor einer Hauswand.

In Deutschland gibt es viele gute Anbauregionen. Die Weinrebe bevorzugt kalkreiche Mergelböden kann aber auch auf sauren Sandstein-Verwitterungsböden ihr Zuhause finden. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass ein zu feuchter mineralischer Boden nicht genutzt wird. Dieser erwärmt sich während warmer Tage einfach zu schnell und das schadet der Pflanze.

Weinreben pflanzen – Wie es richtig geht

WeinrebeIdealerweile kann die Weinreben Mitte April angepflanzt werden. Es gibt einige Containerwaren, die auch bis in den Sommer angebaut werden können. Die folgenden sechs Schritte vereinfachen den Anbau.

  1. Ein Pflanzloch mit einer Tiefe von 50cm ausgraben.
  2. Den Untergrund leicht auflockern.
  3. Das Spalier in die Erde drücken.
  4. Die Weinrebe vorsichtig einpflanzen.
  5. Die Rebe immer schräg zum Spalier einpflanzen.
  6. Gut gießen.

Damit die Weinrebe gut wachsen kann, sollte sie im Frühling mit Kompost versorgt werden. Pro Quadratmeter reicht eine Menge von zwei bis drei Litern vollkommen aus. Auf andere Düngerarten sollten Sie verzichten. Diese besitzen zuviel Stickstoff und fördern Blattkrankheiten.

Weinrebe schneiden

Am aufwendigsten ist der Schnitt der Weinrebe. Grundsätzlich wächst die Rebe mit Trieben. An den Trieben befinden sich die Trauben. Mit der Zeit beginnt die Weinrebe immer länger oder größer zu werden. Mit Hilfe von Stützpfählen und Spalieren werden die Triebe festgebunden.

Das regelmäßige Abbinden ist ein Muss, damit der Stamm gerade wächst und damit die Triebe nicht brechen. Alles, was oberhalb der Stammhöhe wächst muss abgeschnitten werden. Allerdings nur im September. Der Haupttrieb muss oberhalb der Knopse abgeschnitten werden. Ein ordentlicher Schnitt ist im Frühling und im Sommer notwendig.

Winterschutz

Besonders in kühlen Regionen muss vor Frostbeginn die Stammbasis geschützt werden. Dazu reicht eigentlich das Anhäufen von Erde oder Kompost. Im ersten Winter sollten alle Seiten mit sogenannten Tannenreisig zudecken. Der ist im Baumarkt zu bekommen. Der Winterschutz muss im März wieder komplett entfernt werden.

Daniela Lamberti
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