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Welche Erde eignet sich am besten für Gemüse?

Für das Gemüsebeet eignet sich nicht jede Erde – zumindest nicht, wenn der Ertrag möglichst hoch ausfallen soll. Jedoch gibt es passend zu den äußeren Umständen und den eigenen Bedürfnissen unterschiedliche Möglichkeiten.

 
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Beim Gemüseanbau ist deshalb nicht nur auf die korrekte Zeit – abhängig von der Gemüsesorte – und den Nährstoffbedarf, sondern auch insbesondere auf die Auswahl des Substrats zu achten. Erfahren Sie hier näheres zu diesem Thema.

Die beste Pflanzerde für Gemüse

Welche Erde sich am besten für Gemüse eignet lässt sich durch die notwendigen Voraussetzungen an das Substrat festlegen. Sind die Wachstumsbedingungen optimal, so lässt sich der Ertrag steigern. Sinnvoll ist es in jedem Fall einen Kompost anzulegen, der sich als Substrat ebenfalls eignet. Die meisten Sorten kommen mit einem neutralen Boden (pH-Wert 6 bis 7) gut zurecht. Der pH-Wert sollte deshalb möglichst immer über 5 liegen.

  • Daneben kann auch auf Spezialerde oder Kokoserde zurückgegriffen werden.
  • Spezialerde kann in Baumärkten oder speziellen online Shops in bester Gärtnerqualität gekauft werden.
  • Diese eignet sich besonders gut für Kräuter, Tomaten und Rosen.
  • Allerdings müssen höhere Kosten in Kauf genommen werden.
  • Unterschiede in der Qualität von Pflanzenerde lassen sich in Geruch und Struktur des Substrats erkennen.
  • Auch der Nährstoffgehalt ist bei der richtigen Erde für Gemüse signifikant.
  • Günstige Erde weißt oftmals nur wenig Nährstoffe auf, wohingegen hochwertige Substrate bessere Bedingungen schaffen.
  • Manchmal enthalten allerdings auch diese Dünger, der nur wenige Wochen ausreicht, weshalb die Pflanzen dann einen neuen Dinger benötigen, der auf sie abgestimmt ist.

Spezialerde für Obst und Gemüse bringt genau diese Eigenschaften mit – pH-Wert, Nährstoffgehalt und Struktur der Erde sind so abgestimmt, dass die jeweilige Pflanzengruppe bestmöglich versorgt ist. Oft gibt es auch Spezialerde, die sich für andere Pflanzen eignet, die in der selben Pflanzen-Familie angesiedelt sind. Kaufen Sie deshalb Spezialerde, die genau auf die Gemüsesorte angepasst ist, die Sie züchten möchten. Gerade auch die Konsistenz ist so ausgelegt, dass die Pflanze einen möglichst guten Halt erhält.

Eignet sich normale Blumenerde für Gemüse?

gemuesebeet-ernteIm Einzelfall sollte drauf geschaut werden, was der Hersteller auf der Verpackung angibt. So ist zum Beispiel so manch eine Blumenerde nicht auf Zimmerpflanzen abgestimmt. Dies bedeutet, dass die jeweilige Erde lediglich im Garten Verwendung finden sollte.

Ist keine spezielle Erde vorhanden, so kann mit Blumenerde oder Universalerde aber durchaus gearbeitet werden, jedoch sind hier in dem Fall keine optimalen Nährstoffbedingungen gegeben. Generell hat ein Pflanzsubstrat, welches für Kübelpflanzen gedacht ist naturgemäß höhere Ansprüche als ein Substrat für Pflanzen, die in einem Beet ihren Platz finden.

 

In einem Kübel müssen optimale Bedingungen herrschen, um die Pflanze gesund zu erhalten und eine bestmögliche Weiterentwicklung sicherzustellen. Auch hier hat Spezialerde den Vorteil, dass Struktur, pH-Wert und Nährstoffgehalt optimal auf die entsprechende Pflanzengruppe angestimmt sind.

Blumenerde kann auch für andere Pflanzen verwendet werden, wenngleich viele Händler hierfür spezielle Erde anbieten. Beispiele hierfür sind Pelargonien und auch andere Blühpflanzen, die mit Blumenerde problemlos zurecht kommen.

Spezielle Erd-Briketts aus Kokosfasern sind gerade für Balkonpflanzen ideal. Auch diese bieten gute Eigenschaften und lassen sich einfach einsetzen sowie platzsparend unterbringen. Kokoserde Ist generell empfehlenswert, vor allem aufgrund der feuchtigkeitsspeichernden Eigenschaften.

Aus Saatgut ziehen

Möchten Pflanzen aus Saatgut gezogen werden, so kann auch Anzuchterde die bessere Möglichkeit sein, diese ist nicht oder nur wenig gedüngt, wodurch der Keimling möglicherweise besser geschont wird.

Experten sind der Auffassung, dass Keimlinge in Erde mit weniger Nährstoffen stärkere Wurzeln schlagen, weil sie nach diesen entsprechenden Nährstoffen streben. Auch die Anzuchterde sollte im Idealfall frei von Torf sein.

Torferde

Torffreie Erde ist ideal, um Umwelt und Natur zu schützen, da gerade Kompost recycelt wird. Kompost eignet sich hierzu ideal, dieser lässt sich auch auf dem regionalen Wertstoffhof finden. Dieses Substrat ist torffrei und fördert den Gemüseanbau dadurch zusätzlich.

Erde für Gemüsebeet vorbereiten

Um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen und die Ausbildung der Wurzeln zu verbessern kann neben dem Bewurzelungspulver auch ein lockerer Boden hilfreich sein. Zunächst sollte jedoch jegliches Unkraut entfernt werden.

Bevor die Stecklinge eingesetzt werden ist zudem angeraten die Erde tief zu graben. Durch die Verwendung von Kompost oder Spezialerde sind keine zusätzlichen Dünger notwendig. Eine optimale Nährstoffversorgung ist in dem Fall sichergestellt. Ein gewöhnlicher Mutterboden hingegen sollte durch den Einsatz eines Düngers unterstützt werden. Hierzu eignet sich Kompost, Algenkalk, Hornspäne oder Rindenmulch. Wird die Frucht jedes Jahr gewechselt, so bleiben die Nährstoffe im Beet erhalten.

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