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Wespen nutzen für die Natur

Genau wie Bienen sind Wespen äußerst nützliche Insekten, denen eine wichtige Aufgabe im Ökosystem zuteilwird. Denn sie töten andere Parasiten, Mücken, Blattläuse und lästige Fliegen – wodurch das Gleichgewicht der Natur aufrecht erhalten und Pflanzen effektiv vor Angreifern geschützt werden. Zudem haben Wespen noch einen anderen wichtigen Nutzen für die Natur, welcher im folgenden Text erklärt wird.

 
wespe blume
Macro catch of bee pollinating yellow flower. Macro photo

Warum sind Wespen nützlich für die Natur?

Vor allem im Sommer bei gemütlichen Grillabenden oder Gartenpartys im Freien mit Freunden und Familien können sie unheimlich lästig und stören sein: Wespen – die kleinen, gelb-schwarzen Hautflügler, die so gerne um einen herumschwirren oder sich sogar frecher Weise an Lebensmitteln zu schaffen machen wollen. Viele Menschen fürchten Wespen zudem, da sie Angst davor haben, gestochen zu werden. Doch dies kommt nur in äußerst seltenen Fällen vor und auch nur dann, wenn die nützlichen Tierchen provoziert oder angegriffen werden.

Doch warum sind Wespen denn nun eigentlich so nützlich für die Natur? Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe: Zum einen bekämpfen sie aktiv Gartenschädlinge wie Blattläuse, Schmeißfliegen oder Larven. Daneben werden auch Baumschädlinge von ihnen vertilgt. Ein weiterer Grund, weswegen Wespen einen so hohen Nutzen für die Natur haben, liegt darin, dass sie Blüten bestäuben. Daher ist sie auch besonders bei der Obsternte in der Landwirtschaft von großem Nutzen für Mensch und Natur.

Wespen in der Natur – Wichtige Eigenschaften

In der freien Natur kamen Wespen ursprünglich lediglich in Europa, Asien und Nordamerika vor. Inzwischen haben sich vereinzelte Unterarten der Wespengattung auch in Australien, Neuseeland und Südamerika ausgebreitet. Sie ernähren sich von Nektar, Steinfrüchten, Pflanzensaften, Pollen oder von anderen Insekten. Wespen bilden in der freien Natur einjährige Nester, die von der Wespenkönigin gegründet werden.

Charakteristisch für Wespen ist die typische schwarz-gelbe Warnfärbung, die auch bei Hornissen, Bienen und Hummeln vorhanden ist. Häufig wird angenommen, dass es sich bei Wespen um Schädlinge handelt, was jedoch ein trügerischer Irrglaube ist. In Wirklichkeit nutzen Wespen der Natur und sind damit wertvolle Nützlinge, die unter Naturschutz stehen.

Wespen und Menschen

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Wespen nutzen der Natur in vielfältiger Art und Weise. Trotzdem sind sie verpönt und gefürchtet wegen ihres schlechten Images als bösartige und stechwütige Insekten, die auf Menschen und Kinder losgehen. Doch an diesem Gerücht ist so gut wie nichts Wahres dran:  Von sich aus stechen Wespen grundsätzlich nicht zu, sondern erst dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Heftige Bewegungen sowie Wegpusten der Tiere sollten deswegen tunlichst vermieden werden. Im Gegensatz zu Bienen können Wespen beliebig oft zustechen.

Verbringt man nun einen gemütlichen Grillabend draußen mit Freunden oder sitzt im Sommer gemütlich bei Kaffee und Kuchen und einem leckeren Stück Zwetschgenkuchen gemeinsam draußen auf der Terrasse oder in der Natur im Freien, dann kann es schon einmal vorkommen, dass sich die kleinen gelb-schwarzen Tierchen bald zu Hauf um Getränke oder Süßspeisen tummeln. Denn Wespen werden grundsätzlich von Stoffe angelockt, die nach Kohlenhydraten oder Eiweiß riechen. Darüber hinaus werden sie unter anderem von folgenden Lebensmitteln magisch angezogen:

  • Eis und sonstige Süßspeisen
  • Süßes Obst
  • (Obst-)Kuchen und Torten
  • Fastfood (Pizza, Burger)
  • Süße Brotaufstriche wie zum Beispiel Honig oder Marmelade
  • Wurst und Schinken
  • Essig

Auch von starken Duftstoffen , die in Deos, Hautcremes oder Parfums enthalten sind, werden Wespen in der Natur angelockt. Um eine Wespenansammlung zu vermeiden, sollten Essensreste grundsätzlich sofort abgeräumt oder verschlossen werden und Beautyprodukte mit sehr starken Duftstoffen vermieden werden.

Wespen nutzen für das Ökosystem

Im natürlichen Ökosystem erfüllen Wespen einen großen Nutzen, weswegen sie auch unter Artenschutz stehen. Wenn man sie als natürliche Regulatoren der Natur bezeichnet, liegt man also genau richtig. Denn sie sind sehr zuverlässige und effiziente Schädlingsbekämpfer, da Schädlinge wie Fliegen, Blattläuse und andere Parasiten einen großen Teil ihrer Nahrung ausmachen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Wespen im Ökosystem positiv verändern, ist das Bekämpfen von Baumschädlingen. Sie helfen zudem, das Holz morscher Bäume zu verwerten und können damit den Zersetzungsprozess um einiges vorantreiben. Funfact: Ein ganzes Wespenvolk kann innerhalb vierundzwanzig Stunden ungefähr ein halbes Kilo anderer Insekten vernichten.

Wespen züchten und damit der Natur nutzen

Da Wespen im Garten einen wertvollen Nutzen haben, kommt so manch einem Naturliebhaber die Idee, selber Wespen zu züchten oder zumindest in ihrer Lebensweise unterstützen. So kann man den kleinen Tierchen in der Natur oder im heimischen Garten geeignete Nisthilfen einrichten oder dort an Wespen angepasste Pflanzen kultivieren. Auch ein allgemein naturnahes Gärtnern ist von Vorteil, wenn man die Wespe effektiv für die Natur oder den Garten nutzen will.

Nisthilfen kann auf einfache Art und Weise selber einrichten: Hierfür eigenen sich Baumscheiben aus Hartholz, in die vorher nicht zu große Löcher gebohrt wurden. Es gibt allerdings noch andere Nisthilfen wie zum Beispiel hohle Pflanzenstängel oder Löcher in gebranntem Ton. Besonders wespenfreundliche Pflanzen sind Efeu, Braun- und Ragwurz sowie der Sand-Thymian. Sie weisen nämlich besonders trichterförmige Blüten auf, aus denen die Wespen mit ihren Mundwerkzeugen sehr einfach an den Pollen gelangen können.

Hannah Meissner
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