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Einfache Wiesenraute

Die Einfache Wiesenraute, auch als Schmalblättrige Wiesenraute bekannt, ist in Eurasien verbreitet. Es handelt sich um eine sommergrüne Pflanze, die zwischen 10 und 80 cm hoch wächst. Oft wird sie wild wachsend oder in alten Gärten gefunden. Aus Unwissenheit oft als Unkraut bezeichnet, eignet sich Thalictrum simplex sogar als Schnittblume.

 
Wiesenraute

Einfache Wiesenraute – Herkunft und Geschichte

Wiesenrauten gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Insgesamt gibt es über 100 Arten, von denen aber nur ca. 13 in  Europa gedeihen. Wiesenrauten blühen in vielen Farben wie cremeweiß, violett, lila oder hellblau. Die Einfache Wiesenraute zeigt feine grüngelbliche Blüten. Sehr wahrscheinlich verdanken Wiesenrauten ihren Namen der besonderen Blattform.

Diese erinnert auf den ersten Blick an Rauten (Weinraute). Im Gegensatz zu anderen Blumen sondern die Blätter der einfachen Wiesenraute keinen Nektar ab. Dafür aber die bunten Staubblätter, die auch zahlreiche Insekten und Käfer anlocken.

Giftigkeit der Wiesenraute

Einfache Wiesenrauten werden nicht nur gerne als Stauden gepflanzt, sondern sehen auch als Schnittblumen in der Vase sehr schön aus. Sie sind ungiftig und können bedenkenlos berührt werden. Es gibt jedoch andere Wiesenrauten, wie zum Beispiel die Akeleiblättrige Wiesenraute, zu deren giftigen Stoffen unter anderem Alkaloide gehören.

Blütezeit der einfachen Wiesenraute

Einfache Wiesenrauten sind sommergrüne Pflanzen, die durch ihre einfache Form, den schönen Wuchs und die bunten Blüten überall wo sie wachsen ins Auge fallen. Schmalblättrige Wiesenrauten haben feine und kleine Blüten, die in einem hellen gelb-grün gefärbt sind. Die ersten Blüten zeigen sich Ende Juni. In der ersten Phase hängen die kleinen Blüten nach unten, danach stellen sie sich auf.

Thalictrum simplex – Ende der Blütezeit

Wiesenrauten blühen schnell und schön. Leider hält diese Pracht nicht lange an, denn schon ab Ende Juli ist die Pflanze verblüht.

Wiesenraute – Schneiden und Pflege

Wiesenraute AkeleiEinfache Wiesenrauten wachsen an feinen Stängeln und bilden oberirdisch eine schöne Krone, sodass sie auch als Staudenpflanze verwendet werden können. Ebenso eignen sich sich als Schnittblume. Ein Pflegeschnitt gelingt ebenfalls sehr einfach.

  1. Mit einer scharfen Schere oder einem Küchenmesser die welken Pflanzenteile abschneiden, sodass nur noch ein Blattpaar übrig bleibt.
  2. Im Herbst wird die Pflanze komplett gestutzt und in Bodennähe abgeschnitten.
  3. Frische Blumen für die Vase werden am besten früh morgens von jungen Blütentrieben geschnitten.

Winterhart

Einfache Wiesenrauten sind ausdauernde und krautige Pflanzen, die auch im Freien überwintern können. Bei der Überwinterung zeigen sich in der Regel keine Probleme, sodass die Pflanze ohne einen speziellen Schutz auch Minusgrade sehr gut verträgt.

Krankheiten der Thalictrum simplex

 Es gibt keine speziellen Pflanzenkrankheiten, von denen diese Blumen häufig befallen werden. Sie sind sehr robust und wachsen weitestgehend gesund. Dennoch kann sich einfacher Mehltau auf der Pflanze bilden. In seltenen Fällen siedeln sich Blattminierer, winzig kleine Insektenlarven, auf den Wiesenrauten an. Ist das der Fall, hilft ein geeignetes Pflanzenschutzmittel oder ein Rückschnitt.

Einfache Wiesenraute anpflanzen

Wiesenrauten wachsen am besten, wenn sie ausreichend Licht, aber auch Schatten bekommen. Bevorzugt wird ein leicht feuchter Boden, sodass die Pflanzen auch gut in der Nähe des Gartenteichs wachsen, und dort in Form von Stauden sogar als Einfassung dienen können. Der Boden sollte gut durchlässig und humos sein.

Sollen mehrere Stauden gepflanzt werden, muss zwischen den einzelnen Gewächsen ein Abstand von ca. 40 cm gelassen werden. Bei der Suche nach dem geeigneten Standort hilft eine einfache Faustregel: Je feuchter der Boden ist, desto mehr Sonne darf dort sein.

Wiesenrauten lassen sich einfach vermehren. Das gelingt durch Teilung am besten. Dazu werden die Pflanzen samt der Wurzel ausgegraben, geteilt und als zwei einzelne Stauden wieder in die Erde gesetzt.

Gießen und Düngen der Pflanze

Auch wenn die Pflanzen wild wachsen und sich in der freien Natur ohne eine besondere Pflege vermehren, kann die richtige Pflanzenpflege im heimischen Garten für ein besonders üppiges Wachstum sorgen. Da die Pflanzen durchgehend einen feuchten Boden benötigen, müssen sie regelmäßig gegossen werden. Stehen sie in direkter Nähe zu einem Gewässer, sollte weniger gegossen werden. Ein zu trockener Boden lässt die Pflanze schnell austrocknen, während zu viel Nässe das Absterben der Wurzeln fördert.

Ein humusreicher Boden fördert das Wachstum der Pflanze und somit auch eine schöne Blütenpracht. Zudem sollten sich im Boden alle wichtigen Nährstoffe befinden, da die Wiesenrauten sich diese Stoffe durch die Wurzeln holen. Sehr gut eignet sich Kompost zum Düngen.

Daniela Lamberti
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