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Winterharter Hibiskus

Obwohl es Hunderte von Hibiskus Sorten gibt, sind nur wenige Dutzend winterhart. Die Vermehrung von Hibiskus, ob tropischer oder winterharter Hibiskus, kann im Garten oder dem Innenraum erfolgen, und beide Hibiskusarten werden auf die gleiche Art und Weise vermehrt.

 
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Der winterharte Hibiskus ist leichter zu vermehren als der tropische Hibiskus, aber nichtsdestotrotz gilt: Schon das Befolgen einfacher Tipps und Hinweise reicht aus, um den Hibiskus korrekt zu pflegen sowie beide Arten erfolgreich zu züchten.

Welche sind winterharte Hibiskus Sorten?

Winterharter Hibiskus unterscheidet sich von tropischem Hibiskus durch seine Kältehärte. Während tropischer Hibiskus nur in konstant warmen, frostfreien Umgebungen wachsen kann, sind einige Hibiskus Sorten kälteresistent.

Diese Arten haben große untertassenförmige große Blüten und wachsen als kleine Bäume oder Sträucher. Zu den winterharten Sorten gehören mitunter der Garten-Eibisch und der Riesen- oder Staudenhibiskus. Letzterer zählt zur Gattung der Hibiscus moscheutos.

Hibiskus vermehren aus Stecklingen

Sowohl winterharter als auch tropischer Hibiskus werden aus Stecklingen vermehrt. Hibiskus-Stecklinge sind normalerweise die bevorzugte Art der Vermehrung von Hibiskus, da ein Schnitt zu einer exakten Kopie der Mutterpflanze wird. Verwendet man Hibiskus-Stecklinge zur Vermehrung von Hibiskus, beginnt man mit dem Schneiden.

Der Schnitt sollte aus neuem Wachstum oder Nadelholz erfolgen. Nadelhölzer sind Äste am Hibiskus, die noch nicht gereift sind. Nadelholz ist biegsam und hat oft einen grünlichen Schimmer. Im Frühjahr oder Frühsommer findet man meistens Nadelholz auf einem Hibiskus.

 

Das richtige Hibisks schneiden während der Pflanzzeit

Der Hibiskusschnitt sollte 10-15 cm lang sein. Entfernt werden muss alles außer den oberen Blättern. Der Boden des Hibiskusschnittes ist so abzuschneiden, dass er direkt unter dem untersten Blattknoten geschnitten wird, also an der Beule, an der das Blatt wuchs.

Der Boden des Hibiskusschnittes sollte in ein wurzelstimulierendes Hormon getaucht werden. Wurzelstimulierende Hormone helfen Pflanzen mit einem Stängelschnitt wie den winterharte Hibiskus zu vermehren, denn Wurzelhormon erhöht in den meisten Fällen die Chance auf eine erfolgreiche Pflanzenwurzelung.

Wenn Wurzelhormone verwendet werden, entwickelt sich die Wurzel im Allgemeinen schnell und von höherer Qualität als, wenn keine pflanzlichen Wurzelhormone verwendet werden.

Stecklinge des Riesen Hibiskus richtig eingraben

Der nächste Schritt zur Vermehrung von Hibiskus mit großen Blüten aus Stecklingen besteht darin, den Hibiskusschnitt in gut durchlässigen Boden zu legen. Hier sind 50-50 Mischungen aus Blumenerde und Perlit eine gute Wahl.

Es gilt sicherzustellen, dass der Wurzelboden gründlich feucht ist. Anschließend wird der Hibiskusschnitt in das Erdloch gesteckt und mit Erde aufgefüllt. Über den Schnitt sollte eine Plastiktüte gelegt werden, wobei der Kunststoff die Blätter nicht berühren sollte.

Danach ist der Hibiskusschnitt an einen halbschattigen Ort zu stellen. Zu achten ist darauf, dass der Wurzelboden feucht, aber nicht nass bleibt, bis die Hibiskus-Stecklinge verwurzelt sind. Die Stecklinge sollten in etwa 8 Wochen nach Beginn der Pflanzzeit verwurzelt sein.

Sobald sie verwurzelt sind, können sie in einen größeren Behälter umgetopft werden. Hibiskus-Stecklinge mit kleinen und großen Blüten kann man entweder online oder in lokalen Gartengeschäften kaufen.

Hibiskus kaufen und aus Samen vermehren

Während sowohl tropischer Hibiskus als auch winterharter Hibiskus aus Hibiskus-Samen vermehrt werden können, wird typischerweise nur winterharter Hibiskus auf diese Weise vermehrt. Dies liegt daran, dass die Samen oftmals nicht nach dem Aussehen der Mutterpflanze wachsen und demnach die neue Pflanze anders aussehen wird.

Winterharter Hibiskus lässt sich in den meisten Baumärkten, Gärtnereien und auch im Internet auf spezialisierten Portalen erwerben. Dort findet man auch eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Sorten mit kleinen oder großen Blüten sowie den beliebten Riesen-Hibiskus.

Richtige Aufzucht des Riesen-Hibiskus

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Um die Riesen-Hibiskus-Samen zu züchten, beginnt man mit dem Einkerben oder Schleifen der Samen. Dies hilft, Feuchtigkeit in die Samen zu bringen und verbessert die Keimung. Die Hibiskus-Samen können beispielsweise mit einem Universalmesser zerschnitten werden.

Auch eignet sich feinkörniges Sandpapier hierfür sehr gut. Nach dieser Vorbehandlung werden die Samen über Nacht ins Wasser gelegt. Der nächste Schritt bei der Vermehrung von Hibiskus in der Pflanzzeit besteht darin, die Samen in den Boden zu legen. Die Samen sollten zweimal so tief gepflanzt werden, wie sie groß sind.

Da winterharte Hibiskus-Samen eher klein sind, kann man das Loch mit der Spitze eines Stifts oder eines Zahnstochers bohren. Anschließend ist vorsichtig Erde über die Stelle zu sieben oder zu streuen, an der die Hibiskus-Samen gepflanzt wurden. Dies ist besser als das Auffüllen der Löcher, da man dadurch nicht versehentlich die Samen tiefer in den Boden drückt.

Sobald die Samen gepflanzt sind, wird der Boden bewässert. In 1-2 Wochen sollten die ersten Stecklinge erscheinen, aber es kann auch bis zu vier Wochen dauern. Hibiskus-Samen kann man entweder online oder in lokalen Gartengeschäften günstig kaufen, sodass man keinen großen Verlust nach einem versehentlichen Fehlschlag haben sollte.

Schädlingsprobleme leicht bekämpfen

Viele Hibiskus Sorten können von Blattläusen, Fliegen und Käfern befallen werden. Schädlingsprobleme sind schlimmer, wenn die Pflanze beschädigt oder erfroren ist, aber Schädlinge sind mit üblichen organischen Insektenbekämpfungsmitteln leicht zu bekämpfen.

Achten sollte man allerdings darauf, Schmetterlinge oder andere gute Insekten, die sich in der Nähe befinden, nicht abzutöten.

Pilzprobleme können kontrolliert werden, indem eine gute Luftzirkulation um die Pflanze aufrechterhalten wird, indem verhindert wird, dass Mulch die Stängel berührt, und indem erkrankte Blätter entfernt werden.

Erfrorenen Hibiskus schneiden

Ein winterharter Hibiskus ist zwar kälteresistent, aber andere Hibiskus Sorten können Temperaturschwankungen schwer treffen. Die kräftigen, übergroßen Blüten des tropischen Hibiskus, zum Beispiel die des Hibiscus rosa-sinensis, erhellen den Garten vom Spätsommer bis zum Herbst.

Wenn kühleres Wetter eintritt, wird der tropische Hibiskus in den meisten Klimazonen in die Innenräume gebracht. Ist der Hibiskus bereits erfroren, gibt es Erste-Hilfe-Maßnahmen, die einzuleiten sind. Ein solcherart erfrorener Hibiskus ist jedoch nicht unrettbar verloren.

Generell gilt es folgendes zu beachten:

  • Frostschäden treten in klaren, kühlen Nächten auf, in denen Pflanzen mehr Wärme verlieren als sie absorbieren. Kalte Luft, die in Bodennähe unter der wärmeren Luft direkt über den Pflanzen eingeschlossen ist, führt zur Bildung von Eiskristallen auf den Oberflächen der Blätter. Frostschäden treten auf, wenn kalte Luft eindringt, um wärmere Luft zu verdrängen, wodurch Pflanzen so kalt werden, dass das Wasser in ihnen Eiskristalle bildet.
  • Tropischer Hibiskus blüht bei neuem Wachstum, daher sollte man zur normalen Zeit immer noch Blüten sehen, wahrscheinlich sogar noch mehr, da das Beschneiden die Pflanze wiederbelebt.
  • Mehrjähriger Hibiskus, wie zum Beispiel der Riesen-Hibiskus, wird häufig jedes Frühjahr auf den Boden geschnitten, selbst in milden Klimazonen.

Überwachen muss man die frost- und gefriergeschädigte Blätter, bis alle Kältegefahr vorbei ist. Während Blätter, die durch einen harten Frost beschädigt wurden, lila-braun bis schwarz, welk und unattraktiv werden, sollte man dem Drang widerstehen, sie umgehend zu entfernen.

Das Pflanzenmaterial isoliert die neuen Knospen darunter vor zusätzlichen Schäden, selbst wenn es tot ist oder stirbt. Wenn die Wetterbedingungen warm sind, können neue Knospen die toten Blätter einfach von der Pflanze weg drücken. Das beschädigte Laub lässt sich im Frühjahr mit den Fingern wegziehen, wenn der Stiel darunter grün und unbeschädigt ist.

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